Terrorplanungen von London
Bank von England nennt die Namen

Datenschützer dürften die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Die Bank von England hat eine Liste mit 19 der 24 Terrorverdächtigen von London veröffentlicht - inklusive Wohnort und Geburtsdatum. Unterdessen werden immer mehr Details zur geplanten Vorgehensweise der Terroristen bekannt.

HB/bag/hsn LONDON. Auf Anweisung des Finanzministeriums fror die Bank von England als britische Zentralbank die Konten der 19 Männer ein, weil sie in die Planungen für Sprengstoffanschläge auf USA-Flügen verwickelt seien. Außerdem veröffentlichte die Bank eine Liste mit den Namen, den Wohnorten und den Geburtsdaten der Männer. Demnach sind die Verdächtigen zwischen 19 und 35 Jahren alt, alle tragen nicht-britische Namen. Die BBC berichtet, alle seien britische Staatsbürger.

Nach Zeitungsberichten stammt die Mehrzahl der 24 mutmaßlichen Terroristen auf pakistanischen Einwandererfamilien, die seit langem im Vereinigten Königreich leben. Bei zwei 21 und 25 Jahre alten Männern handele es sich dagegen um gebürtige Briten, die aus Mittelklasse-Familien stammten und kürzlich zum Islam konvertiert seien. Offen ist, ob es sich bei diesen beiden Männern um jene handelt, die bereits vor acht bis zehn Tagen in Pakistan festgenommen worden waren. Dabei habe es sich um Briten gehandelt, sagte ein Vertreter der Regierung in Islamabad am Freitag. Sie säßen wegen geplanter Anschläge auf den transatlantischen Luftverkehr in Haft.

Nach Angaben aus nicht näher bezeichneten Sicherheitskreisen in den USA wollten die verhinderten Attentäter flüssigen Sprengstoff offenbar in Getränkeflaschen an Bord von Flugzeugen schmuggeln, die von Großbritannien aus in die USA fliegen. Zumindest ein Teil der Chemikalien habe in Flaschen für Sportgetränke eingeschleust werden sollen. An Bord der Maschinen sollten die Bomben dann zusammengesetzt und mit Hilfe von modifizierten Geräten wie Kameras oder MP3-Playern gezündet werden.

Für jedes Flugzeug, das als Anschlagsziel ausgewählt werden sollte, seien Teams von zwei bis drei Attentätern vorgesehen gewesen, hieß es weiter. Bei weiteren Razzien in Großbritannien sei mindestens eine Tonbandaufnahme gefunden worden, auf der einer der mutmaßlichen Attentäter von einem möglichen Märtyrertod spricht.

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