Terrorverdacht: Mutmaßliche IS-Unterstützer fliegen in den USA auf

Terrorverdacht
Mutmaßliche IS-Unterstützer fliegen in den USA auf

Festnahme am New Yorker Flughafen: US-Behörden haben einen Mann an der Ausreise in die Türkei gehindert. Zusammen mit zwei weiteren Männern steht er unter dem Verdacht, die Terrormiliz IS zu unterstützen.
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New YorkDie US-Behörden haben drei mutmaßliche Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat gefasst - einen Kasachen und zwei Usbeken. Zwei von ihnen sollen kurz vor ihrer Ausreise aus den Vereinigten Staaten ins Kampfgebiet nach Syrien gestanden haben, wie Ermittler am Mittwoch mitteilten.

Der 19-jährige kasachische Staatsbürger wurde den Angaben zufolge am Internationalen Flughafen John F. Kennedy in New York gefasst. Dort habe er versucht, einen Flug nach Istanbul zu nehmen, hieß es. Es wird vermutet, dass er von der Türkei nach Syrien reisen wollte. Zudem soll der Verdächtige in den USA mit einem Angriff auf Präsident Barack Obama und einem Bombenanschlag in Brooklyn gedroht haben.

Ein 24-jähriger Usbeke, der für März ebenfalls ein Ticket nach Istanbul hatte und wohl ebenfalls nach Syrien wollte, wurde den Angaben zufolge in Brooklyn festgenommen. Der dritte Verdächtige ist ein 30-jähriger Usbeke, der in Florida gefasst wurde. Er soll den Kasachen finanziell unterstützt haben. Alle drei lebten in Brooklyn. Der offizielle Vorwurf lautet Unterstützung einer Terrororganisation. Darauf stehen bis zu 15 Jahre Haft.

Ermittler erklärten, der 24-jährige Usbeke sei den Behörden schon im August aufgefallen, weil er sich auf einer usbekisch-sprachigen Webseite zum Islamischen Staat bekannt habe. Er sei mit dem festgenommenen Kasachen befreundet gewesen. Sie hätten sich darüber ausgetauscht, wie sie ins Ausland reisen könnten.

Der 30-jährige Usbeke betrieb in Florida kleine Läden zur Reparatur von Telefonen, in denen auch Haushaltswaren verkauft werden. Er gab dem Kasachen im vergangenen Herbst und Winter einen Job. Den Behörden zufolge soll er dem 19-jährigen darüber hinaus finanzielle Unterstützung für seine Reise zugesagt haben.

"Der Strom ausländischer Kämpfer nach Syrien stellt eine wachsende Bedrohung für unser Land und unsere Verbündeten dar", erklärte die zuständige Bundesstaatsanwältin Loretta Lynch, die von Obama als neue Justizministerin nominiert wurde und noch vom Senat bestätigt werden muss. "Wir werden entschieden jene verurteilen, die versuchen, zum gewalttätigen Dschihad nach Syrien zu reisen."

Ebenso wie europäische Länder sorgen sich die USA, dass Extremisten sich den Kämpfern des IS anschließen und später radikalisiert zurückkommen und Gewaltakte verüben könnten. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 20 Personen festgenommen, weil sie ins Kriegsgebiet nach Syrien reisen wollten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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