Test von Mittelstreckenraketen
Westen fordert Uno-Ermittlungen gegen Iran

Der Iran testet Raketen, der Westen ist empört – und verlangt Ermittlungen der Uno. Gerät die schwach optimistische Stimmung zwischen den beiden Mächten so kurz nach dem Atomdeal wieder aus den Fugen?

New YorkWegen des jüngsten Raketentests des Irans drängen die USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland den Uno-Sicherheitsrat zu Ermittlungen gegen das Land. Das mächtigste no-Gremium riefen die vier westlichen Staaten bei einer Sitzung zu „angemessenen Schritten“ gegen Teheran auf. Die amerikanische UN-Botschafterin Samantha Power sprach von einem „provokativen“ Akt Irans, den die USA als ernste Angelegenheit einstuften, die die regionale Stabilität untergrabe.

Zudem verwies sei bei dem Treffen vom Mittwoch auf einen Bericht des Komitees zur Überwachung der Sanktionen gegen den Iran. Danach sei die am 10. Oktober getestete Mittelstreckenrakete in der Lage, eine Atomwaffe zu transportieren. Dies stelle eine „ernsthafte Verletzung“ einer Resolution des Sicherheitsrats vom 9. Juni 2010, die dem Iran jegliche Aktivitäten im Zusammenhang mit solchen ballistischen Raketen und entsprechender Technologie verbiete.

Der Raketenstart war der erste derartige Test Irans, seitdem er Mitte Juli mit den sechs Weltmächten - die USA, Frankreich, Großbritannien, Russland, China und Deutschland - einen historischen Atomdeal erzielt hatte. Zwar kritisierten die USA den iranischen Raketentest scharf, stellten jedoch zugleich klar, dass der Vorfall mit dem Atomabkommen nichts zu tun habe.

Mit dem Raketentest sollten sich rasch das Uno-Sanktionskomitee und ein unabhängiges UN-Expertengremium befassen, erklärte Power. Ihr britischer Kollege Matthew Rycroft sagte, die Reaktion auf das Vorgehen Teherans würden dann von der technischen Prüfung der Experten abhängen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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