Tetra Laval und Sidel dürfen fusionieren
Schwere Schlappe für EU-Kommission

Eine schwere Niederlage hat die EU-Kommission bei der Kontrolle von Unternehmensfusionen erlitten. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg wies am Dienstag Rechtsmittel gegen einen Spruch seiner Ersten Instanz ab. Damit ist die Fusion des Verpackungshersteller Tetra Laval mit dem französischen Mitbewerber Sidel abschließend rechtens.

HB LUXEMBURG. Die Brüsseler Behörde hatte zunächst im Oktober 2001 den Einstieg des Tetra-Laval-Konzerns („Tetra Pak“) mit Sitz im Schweizer Lausanne beim Anlagen- und Plastikflaschenhersteller Sidel verboten. Die Wettbewerbshüter befürchteten damals, dass der Wettbewerb für Verpackungen von flüssigen Lebensmitteln eingeschränkt werde. Dieses Verbot hoben die Luxemburger Richter im Oktober 2002 wegen mangelhafter Begründung auf.

Im Januar 2003 billigte die Kommission den Zusammenschluss dann unter Auflagen, legte aber zuvor Rechtsmittel ein. Der EuGH, höchste richterliche Instanz in der EU, wies diese nun zurück. Die Richter der Ersten Instanz hätten „die unzureichenden, unvollständigen, wenig bedeutsamen, widersprüchlichen und somit ungenauen Gesichtspunkte der Auffassung der Kommission fehlerfrei erläutert“.

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