Teuer und gefährlich
Litauen kritisiert Ostsee-Pipeline

Litauen hat starke Zweifel an der geplanten Ostsee-Gaspipeline zwischen Deutschland und Russland angemeldet. Ministerpräsident Kirkilas bezeichnete das Projekt als teuer und gefährlich.

HB LONDON. Abgesehen von den massiven Risiken für die Umwelt sei das Vorhaben zu kostspielig, sagte Ministerpräsident Gediminas Kirkilas am Rande einer Konferenz zur Energiesicherheit der Nachrichtenagentur Reuters. „Das baltische Meer ist sehr verschmutzt durch Chemiewaffen aus dem Zweiten Weltkrieg.“ Litauen widersetzt sich als Transitland für russische Gasexporte den Pipeline-Plänen. Zudem ist das Land wie Estland und Lettland vollständig von russischen Gasimporten abhängig.

Über die Pipeline soll künftig ein wesentlicher Teil des deutschen Gasbedarfs gesichert werden. Die Bauarbeiten für die Fernleitung, die Russland und Deutschland direkt verbinden soll, sollen im kommenden Jahr beginnen. 2010 könnte das erste Gas durch die Leitung gepumpt werden. An dem deutsch-russischen Betreiberkonsortiums Nord Stream sind neben dem russischen Gasmonopolisten Gazprom der deutsche Energiekonzern Eon und der Chemieriese BASF beteiligt. Aufsichtsratschef des Betreiberkonsortiums ist der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Die russische Regierung stimmte zudem am Montag der Erweiterung seines Baltischen Pipeline Systems zu, mit der russische Ölexporte an Weißrussland vorbeigeleitet werden können. Das russische Öl könnte dann zum russischen Ostseehafen Primorsk geleitet werden.

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