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Teure Bankenrettung: Irland-Krise eskaliert, doch die Panik bleibt aus

Irland geht bei der Rettung seiner angeschlagenen Banken an die Grenze, deutlich mehr als 30 Milliarden Euro sind nötig. Der Griechenland-Virus geht wieder um in Europa. Doch die Staaten, die EU-Kommission und die EZB stemmen sich entschlossen gegen die Krise - und können die Märkte offenbar überzeugen.

Ein Betonmischer rammt das Parlamentsgebäude in Dublin: In Irland nimmt der Unmut der Bevölkerung gegen die Sparpläne zu. Quelle: DAPD
Ein Betonmischer rammt das Parlamentsgebäude in Dublin: In Irland nimmt der Unmut der Bevölkerung gegen die Sparpläne zu. Quelle: DAPD

DÜSSELDORF. Die Angst um Europa ist wieder aufgeflammt. Irland hat jetzt die Kosten auf die Abwicklung der Krisenbank Anglo Irish auf bis zu 34 Milliarden Euro beziffert. Diese Summe sei im Extremfall nötig, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Dublin mit. Dies ist nahe an den pessimistischen Schätzungen der Ratingagentur Standard & Poor's, die vermuten, dass sich die Kosten für das verstaatlichte Geldhaus am Ende auf mehr als 35 Milliarden Euro summieren werden.

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Selbst in ihrem Basisszenario gehen die irischen Notenbanker von Kosten in Höhe von 29,3 Milliarden Euro aus. Zugleich kündigte die Zentralbank an, dass auch die Allied Irish Banks zusätzliches Geld benötige. Das Kreditinstitut müsse bis Jahresende weitere drei Milliarden Euro erhalten. Finanzminister Brian Lenihan kündigte an, dass seine Regierung wahrscheinlich eine Mehrheit an der Bank übernehme, weil es wohl nicht gelingen werde, private Geldgeber zu finden.

Geht das Griechenland-Virus wieder um? Wächst die Angst, dass die Finanzschwierigkeiten eines Landes die europäische Idee, den Euro in Gefahr bringen?

Das irische Finanzministerium versicherte, das hoch verschuldete Land habe trotz der zusätzlich notwendigen Milliarden zur Stützung des Bankensystems keinen zusätzlichen Finanzbedarf. Auch die deutsche Regierung wiegelt ab. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hält die finanzpolitischen und wirtschaftlichen Probleme Irlands für weniger gravierend als die Griechenlands. „Sie haben Europa und den Rettungsschirm nicht um Hilfe gebeten“, sagte Brüderle am Donnerstag. „Irland ist auch nicht vergleichbar mit Griechenland, weil man da eine ganz andere Wettbewerbsfähigkeit hat“, ergänzte er. Zudem habe Irland schon sehr früh „drastische Maßnahmen“ im Kampf gegen seine Finanzprobleme eingeleitet. „Mir ist auch kein Hilfeersuchen Irlands bekannt“, sagte er weiter.

Auch die Märkte geraten nicht in Panik. Anleger am Rentenmarkt haben sich von der Aussicht auf frische Kapitalspritzen für die angeschlagenen irischen Banken und der Herabstufung der spanischen Bonität am Donnerstag nicht irritieren lassen. Die Nachrichten aus Irland und Spanien seien nicht so schlecht ausgefallen wie befürchtet, betonte Eamon Reilly, Händler bei Davy Stockbrokers in Dublin. „Es gibt eine ordentliche Nachfrage nach irischen, portugiesischen und spanischen Anleihen.“ Die Credit Default Swaps (CDS) der beiden Staaten gingen zurück.

  • 30.09.2010, 14:35 UhrAnonymer Benutzer: Warren

    Leider gab es schon früher Sanktionsmechanismen, die keiner beachtet bzw. eingehalten hat. Hier geht es auch nicht um strengere Regeln, denn was nützt das strengste Regelwerk, wenn im Ernstfall darüber hinweggesehen wird. Genauso lief es mit dem Aufkauf der Staatsanleihen der PiiGS, das ist gegen die EU Verfassung wird aber trotzdem durchgeführt. Also macht man in brüssel/Frankfurt was gerade der stärksten Lobby Gruppe recht und billig ist.

  • 30.09.2010, 13:40 UhrAnonymer Benutzer: Leertasche

    _______440 - 255 = 185 ________
    Halte den Artikel für eine direkte Übersetzung aus dem Chinesischen.
    Die fehlenden 185 Mrd. leihen die EU-Technokraten sich in Peking. So einfach ist das!
    Also in Prosa: Wenn sich die Staaten im Nordwesten, im Südwesten und im Südosten miteinander verbrüdern, so entsteht innerhalb der europäischen Union eine starke Gemeinschaft in der Gemeinschaft, denn gemeinsam ist man ja stark!
    Und, auch in unseren Tagen finden die Eu-Größen, die hier im Artikel namentlich genannt werden, ihre neue Religion in Übersee: FiMOSTAPO. Wie im Wahn ruft Europa statt eines Amen, amen, amen bitte: FiMOSTAPO, FiMOSTAPO, FiMOSTAPO.
    Das Schlimme?
    Die Gesamtzahl der Menschen, die uns hier "retten" wollen und sich getrauen 440 Mrd € zu drucken und von AAA fabulieren, dabei von der Rettung Europas schwadronieren sind ins Verhältnis gesetzt zur Gesamtzahl der bürger Europas nichts anderes als das Wesen einer Oligarchie.

  • 30.09.2010, 13:16 UhrAnonymer Benutzer: Unterwasserexplosion

    Kritischer Journalismus sieht anders aus!

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