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Monti knöpft sich Berlusconi vor

Teure Wahlversprechen
Monti knöpft sich Berlusconi vor

Mit großen Versprechen hat Silvio Berlusconi in den Umfragen eine fulminante Aufholjagd hingelegt. Sein Parteienbündnis liegt in Italien nur noch ganz knapp zurück. Jetzt legt er noch eine Schippe drauf.
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RomZwei Wochen vor der Parlamentswahl in Italien hat Ministerpräsident Mario Monti seinem Rivalen Silvio Berlusconi vorgeworfen, mit völlig unrealistischen Versprechungen auf Stimmenfang zu gehen. Der frühere Regierungschef versuche mit seinen jüngsten Vorschlägen „die Stimmen von Italienern zu kaufen mit dem Geld, dass den Italienern gehört“, sagte der frühere EU-Kommissar vor Anhängern in Mailand. Berlusconi hatte zuvor unter anderem angekündigt, im Falle eines Wahlsiegs eine unter Monti durchgesetzte Immobiliensteuer zu streichen und gezahlte Abgaben zurückzuerstatten. Auch versprach er eine weitreichende Amnestie für Steuersünder. Die Vorschläge des Milliardärs sorgen für Unruhe an den Finanzmärkten, die eine Abkehr des hoch verschuldeten Euro-Lands vom Sparkurs fürchten.

In den Meinungsumfragen hat Berlusconis Parteienbündnis von den Versprechen profitiert. Laut einer aktuellen Umfrage des Tecne-Instituts liegt sein Parteienbündnis mit 29,4 Prozent nur noch ganz knapp hinter dem Mitte-Links-Bündnis von Pier Luigi Bersani (33,1 Prozent), das aber womöglich auf die Unterstützung von Montis Lager im Senat angewiesen sein wird, um effektiv regieren zu können. Abgestimmt wird am 24. und 25. Februar. Der Wahlkampf wird thematisch von der schwachen Wirtschaftsentwicklung dominiert. Italien leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit und einer Rezession, die durch den schuldenkrisenbedingten Sparkurs verschärft wurde.

Kritiker befürchten, dass durch Amnestien Steuerhinterzieher ermutigt werden könnten. Steuerflucht ist in Italien ein chronisches Problem, was maßgeblich zur desolaten Haushaltslage beigetragen hat. Die jüngsten Vorschläge des Milliardärs Berlusconi sorgen für Unruhe an den Finanzmärkten, die eine Abkehr vom Sparkurs fürchten.

Notenbankchef Visco warnte, das Land sei weiter fest im Blick der Finanzmärkte. „Italien darf in seiner Wachsamkeit nicht nachlassen“, mahnte Visco auf einer Konferenz in Bergamo. Die wiederholten Spannungen an den Märkten zeigten, in welch fragiler Situation sich das Land befinde. Ähnlich äußerte sich EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn im Gespräch mit dem österreichischen Magazin „profil“. Er bezog sich auf neue Sorgen an den Märkten wegen politischen Unsicherheiten in Italien und Spanien.

Der Wahlkampf in Italien wird von der schwachen Wirtschaftsentwicklung dominiert. Das Land leidet unter einer Rekordarbeitslosigkeit und einer Rezession, die durch den schuldenkrisenbedingten Sparkurs verschärft wurde. Dies drückt auch auf den Konsum, der nach Angaben des Einzelhandelsverbandes Confcommercio im vergangenen Jahr um vier Prozent zurückging. Dies sei der stärkste Einbruch seit 50 Jahren gewesen.


Kommentare zu "Monti knöpft sich Berlusconi vor"

Alle Kommentare
  • Ich liebe diesen Mann. Hoffentlich schafft er es. Keiner kann die EU nebst Euro schneller sprengen als er. Silvio ich drücke Dir mit voller Inbrunst die Daumen!

  • Anche io!

    Er wird der EU einen "Denkzettel" verpassen und sie zittern lassen!

    Auch, wenn ich ihn persönlich nicht mag,....es ist nötig!

    Ebenso ist es nötig ,unseren Premiumparteien,wie CDU/CSU, FDP, Grüne und Linke einen "Denkzettel" zu verpassen.

    Wie?

    Indem man konsequent im September 2013 den Nebenparteien die Stimme gibt!

  • Der Cavaliere ist der Beste.

  • Ist es wirklich so einfachm ein ganzes Volk zu vera....? Haben die aus der Zeit des Duce wirklich nichts gelernt? Rächt sich hier, dass sich die Italiener nach dem 2. Weltkrieg als Opfer Hitlers, und nicht als Gleichgesinnte begriffen haben? Der Mann ist ein Faschist, sonst nichts.

  • Er wird garnichts sprengen. Da wäre nämlich die Maffia nicht einverstanden, die sind ja gerade beim Auslagern ihrer Tätigkeiten in andere Länder, da in Italien verstrengt wird. Ein Austritt Italiens aus der EU wäre absolut nicht in deren Sinne. Würde die Geldwäsche alleine schon um ein wesentliches erschweren.

    Er mag so tun als ob, um Vergünstigungen rauszuholen, aber sprengen tut der Nichts.

  • O Gott ! Berlusconi verspricht Steueramnestie ! Wovon denn ? Der Staat steckt in der Krise und hat keine Kohle mehr. Woher soll das Geld kommen ? Vermutlich wieder von den EU - Geberländern. Und da gehören wir ja auch dazu. Die haben in Italien nichts gelernt. Der Müll liegt auf den Straßen und die Wirtschaft hinkt. Und dann kommt so ein Märchenerzähler, lässt ein paar Versprechungen aus dem Sack und schon laufen die alle wieder hinterher. Der hat es jetzt zweimal (2) versucht und es ist in die Hose gegangen. Wie oft noch ? Wenn Dummheit quietschen würde, dann müssten die den ganzen Tag mit der Ölkanne rumlaufen !

  • Sein Feund Draghi wird dann auf dem Sekundärmarkt Anleihen kaufen und so die Rendite weiter unten halten.... Viva EZB

  • Berlusconi wird den Euro in Windeseile sprengen. Die Super-GAU-Szenarien sind inzwischen hinlänglich bekannt. Die EZB kann viel aber sie kann keinen Bankrun wieder einfangen. In Italien werden Straßenschlachten stattfinden, eine ganze Generation wird bei der Wiedereinführung der Lira alles oder sehr viel verlieren. Und der "Cavaliere" wird sich einen bla* lassen. Das ist die Zukunft Italiens unter Berlusconi. Jedes Land bekommt die Politiker, die es verdient.

  • Den Benito Berlusconi Fans hier im Forum kurz soviel: Ein Auseinanderbrechen des Euros mit Hilfe Benito Berlusconis zu favorisieren bedeutet soviel, wie am eigenen Ast zu sägen.

    Weder kann man Benito Berlusconi schlau noch gerissen nennen: der bedient lediglich viele philofaschistische Ambitionen seiner Klientel, wie seine eigenen.

  • Ich glaube nicht, dass die Italiener wirklich so bescheuert sind, diesen geisteskranken notgeilen Opa nochmal zu wählen.
    Wenn Berlusconi als "Medienmogul" so vieles manipulieren kann, dann sicher auch die Umfrageergebnisse.

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