Textilstreit mit China
EU-Staaten stimmen „Pullover-Kompromiss“ zu

Im Textilstreit mit China haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union einem von der EU-Kommission mit der chinesischen Regierung ausgehandelten Kompromiss zugestimmt.

HB BERLN. Nach den EU-Botschaftern billigte auch der zuständige Fachausschuss mit Vertretern der EU-Staaten die Abmachung mit Peking, berichteten Diplomaten am Mittwoch.

Ein Sprechert der EU-Kommission erklärte, der Rechtstext könne aber erst Mitte nächster Woche in Kraft treten. Erst von diesem Termin an könnten rund 80 Millionen blockierte Pullover, Herrenhosen und andere Textlilien aus chinesischer Produktion freigegeben werden. Die Textilien waren in EU-Zollhäfen festgehalten worden, da die im Juni vereinbarten Einfuhr-Quoten überschritten wurden.

Die Abmachung war am Montag in Peking besiegelt worden. Sie sieht vor, dass die blockierten Waren komplett in die EU kommen können. Die Union lockert dafür ihre Einfuhrquoten für die Hälfte der blockierten Textilien. Die andere Hälfte muss sich China anrechnen lassen - entweder auf die Quote 2005 oder auf andere Textilkategorien.Der Einzelhandel wartet seit Wochen auf die Ware für die Herbstsaison.

Die EU und China hatten Einfuhrqoten für chinesische Textilien vereinbart, nachdem die Importe sprunghaft gestiegen waren. Ab 2008 fallen die Quoten gemäß den Vorgaben der Welthandelsorganisation weg. Im Juni hatten sich beide Seiten darauf verständigt, dass die Quoten für zehn Textilkategorien bis dahin jährlich zwischen 8 und 12,5 prozent steigen dürfen.

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