Thailand
Proteste jetzt an Bangkoker Flughäfen

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok haben Oppositionelle damit begonnen, den seit Monaten besetzten Regierungssitz zu räumen. Sie wollen ihre Protestaktion jetzt ganz auf die beiden besetzten Flughäfen der Stadt konzentrieren. Ausschlaggebend war eine Serie von Granatenattacken in der Innenstadt.

HB BANGKOK. Einer der Anführer der außerparlamentarischen Opposition PAD rief die Aktivisten am Montag auf, den seit drei Monaten besetzten Regierungssitz in der Innenstadt aufzugeben und zu den Flughäfen zu ziehen.

Ausschlaggebend war eine Serie von Granatenattacken in der Innenstadt, bei denen Dutzende Anhänger verletzt worden waren, zuletzt in der Nacht zu Sonntag. Die Flughäfen will die PAD erst räumen, wenn die Regierung sich ihrer Forderung beugt und abtritt. Am Sonntag formierten sich erstmals seit Wochen auch wieder die Anhänger der Regierung. Sie drohten mit einem Marsch auf das Gebäude des obersten Gerichts, das am Dienstag über eine Klage gegen die Regierungspartei wegen Wahlbetrugs entscheidet. Bei einem Schuldspruch würde sie aufgelöst.

In Bangkok sind inzwischen mehr als 200 000 Menschen gestrandet, deren Flüge storniert werden mussten. Die Regierung arbeitet mit Hochdruck daran, die Ausländer in den nächsten Tagen auszufliegen. Ein zweiter Militärstützpunkt soll für kommerzielle Flüge eröffnet werden. „Wenn sie alle abgereist sind, wird es sehr ruhig und einsam in Thailand“, meinte Tourismusminister Weerasak Kohsurat.

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