Thailand
Regierungsgegner belagern mehrere Fernsehsender

Nach der Absetzung von Regierungschefin Shinawatra spitzt sich die Lage in Thailand zu: Anhänger und Gegner demonstrieren in der Hauptstadt. Die Opposition verhängt ein Ultimatum und verlangt eine Übergangsregierung.
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BangkokTrotz der Mobilisierung tausender rivalisierender Demonstranten ist die Lage in der thailändischen Hauptstadt Bangkok am Samstag zunächst ruhig geblieben. In der Innenstadt belagerten Regierungsgegner wie schon am Freitag den Regierungssitz und die Zentralen mehrerer Fernsehsender. Sie riefen die Sender auf, statt Informationen der Regierung Aufrufe von Protestanführer Suthep Thaugsuban zu übertragen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und der Journalistenverband protestierten. „Die Besetzung von Fernsehstationen und Bedrohung der Journalisten sind nicht nur illegal, sondern zeugen auch von einer hässlichen Missachtung der Pressefreiheit“, teilte Human Rights Watch mit.

Fast 25 Kilometer nördlich des Regierungssitzes sammelten sich am Stadtrand von Bangkok Anhänger der Regierung, die sogenannten Rothemden. Sie protestieren dagegen, dass das höchste Gericht die bisherige Regierungschefin Yingluck Shinawatra wegen einer Beamtenversetzung des Verfassungsbruchs schuldig befand und absetzte.

Rothemden-Anführer Jatuporn Promphan rief dazu auf, friedlich zu bleiben und Gewalt zu verhindern. Die Regierungsanhänger wollten am Stadtrand bleiben und nicht in die Innenstadt marschieren. Die Polizei war mit mehr als 15.000 Mann im Einsatz.

Die Oppositionsbewegung PDRC hatte am Freitag ein Ultimatum gestellt: Das gesamte Kabinett solle innerhalb von drei Tagen zurücktreten. Sonst werde die PDRC die Regierung stürzen, drohte Suthep, ohne seine Pläne weiter auszuführen. Er verlangt eine ungewählte Übergangsregierung.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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