Thailand
Regierungsgegner planen neue Massenproteste

Die Aktivisten in Thailand legen eine Pause ein, um ihre Kräfte zu sammeln. Am Montag wollen sie in der Hauptstadt aufmarschieren – die Polizei errichtet schon bald neue Absperrungen.
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BangkokNach der Ankündigung von Massenprotesten der Opposition für Montag wollen die Behörden in Thailand die zwischenzeitlich abgebauten Absperrungen um Regierungsgebäude wieder neu aufstellen. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Paradorn Pattnatabut, teilte am Samstag mit, die Polizei werde „Barrikaden errichten - insbesondere vor dem Regierungssitz und dem Parlament". Die Proteste hätten zwar nachgelassen, dennoch würden in der Hauptstadt Bangkok am Montag tausende Polizisten postiert.

Der Anführer der Protestbewegung, Suthep Thaugsuban, hatte am Freitag zu einer neuen Großdemonstration in Bangkok aufgerufen. „Wenn ihr für die Zukunft Thailands kämpfen wollt, dann kommt zu uns“, hatte er am Freitagabend vor etwa 300 Anhängern in Bangkok gesagt. Am Montag müsse dieser Kampf ein Ende finden.

Sein Stiefsohn Akanat Promphan sagte als Sprecher der Protestbewegung am Samstag, wenn am Montag Millionen Menschen auf die Straße gingen, werde das „sicherlich zu einem Wandel führen". Zugleich äußerte er die Befürchtung, dass es zu gewaltsamen Zusammenstößen und Todesopfern kommen könne.

Die kritische Lage in Thailand hatte sich im Zusammenhang mit dem 86. Geburtstag von König Bhumibol Adulyadej am Donnerstag etwas entspannt. Der Monarch gilt vielen Menschen in Thailand als höchste Autorität. Davor gab es über Tage teils gewaltsame Proteste in Bangkok mit fünf Toten und mehr als 200 Verletzten.

Thailand steckt seit Wochen in einer tiefen Krise. Die Proteste hatten sich im November an einem von der Regierung befürworteten Amnestiegesetz entzündet, das dem Bruder von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra, dem früheren Regierungschef Thaksin Shinawatra, wohl eine Rückkehr aus dem Exil erlaubt hätte. Thaksin war 2006 vom Militär gestürzt und später wegen Korruption verurteilt worden.

Die von Suthep angefürte Protestbewegung fordert den Rücktritt der Regierung und die Einsetzung eines nicht gewählten "Volksrats". Yingluck weist dies als verfassungswidrig zurück.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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