Thomas de Maizière
„Wir haben Grund zur Sorge und Vorsorge“

Europäische und internationale Politiker treffen sich am Sonntag in Paris zu Beratungen im Kampf gegen Terrorismus. Auch De Maizière reist an. Der britische Geheimdienst warnt derweil vor „Angriffen gegen den Westen“.
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ParisNach dem Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" findet am Sonntag in Paris ein internationales Treffen zum Kampf gegen den Terrorismus statt. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte am Donnerstagabend, er habe seine Kollegen "der am meisten vom Terrorismus betroffenen europäischen Länder" ebenso eingeladen wie US-Justizminister Eric Holder und US-Heimatschutzminister Jeh Johnson. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sowie Vertreter der EU nehmen an den Gesprächen teil.

Das Treffen in der französischen Hauptstadt diene dazu, "um uns solidarisch zu zeigen, um Informationen auszutauschen, um auch zu überlegen, was in unseren Ländern zu tun ist", sagte der Bundesinnenminister am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Was nun, Herr de Maizière?". Die Lage in Deutschland sei ernst. "Wir haben Grund zur Sorge und Vorsorge."

Allerdings gebe es keine konkreten Hinweise auf eine Anschlagsplanung, betonte de Maizière. Derzeit gebe es in Deutschland 180 kampferprobte Rückkehrer aus Syrien und dem Irak. Ein Attentat sei hierzulande nicht auszuschließen und auch nicht "durch noch so gute Polizeiarbeit" zu verhindern. "Wir sind besonders wachsam", erklärte der Minister. Die Sicherheitsmaßnahmen seien nach dem Anschlag in Paris hochgefahren worden. "Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass wir das tun, was wir können."

Für die EU nehmen Innenkommissar Dimitris Avramopoulos und der EU-Koordinator für den Kampf gegen Terrorismus, Gilles de Kerchove, an den Beratungen in Paris teil. Frankreichs Innenminister Cazeneuve sagte, es gehe dabei um einen "Austausch über die gemeinsame Herausforderung, die die Terroristen für uns bedeutet". Notwendig im Kampf gegen den Terrorismus sei ein gemeinsames Vorgehen "in der Europäischen Union und darüber hinaus".

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Britischer Geheimdienst sieht Terrorgefahr ansteigen

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  • Wer hat denn seinerzeit die Taliban im Kampf gegen die afghanische Regierung und die Russen mit Waffen versorgt? Waren das nicht die USA? Und wer hat im Irak den Diktator ermordet und ein Vakuum hinterlassen? Gleiches gilt in Lybien?
    Wird die Islamische Gewalt vielleicht auch durch die Waffenexporte forciert?

  • Nur leere Worthülsen kommen von Seiten der Regierung, da man die Ernsthaftigkeit der Lage gänzlich verkannt hat, da diffamiert man lieber redliche Bürger als Nazis.

  • „Wir haben Grund zur Sorge und Vorsorge“

    Kann man den Worten von Herrn de Maizière glauben?

    Immer wenn etwas auf der Welt geschieht, geraden die betroffenen Politiker in einen Aktionismus, um der Bevölkerung zu suggerieren wir haben alles im Griff, siehe jetzt Frankreich.
    In der BRD wird der Bürger auf Schritt und Tritt überwacht, dasselbe gilt für Frankreich, aber verhindern konnte man diesen Terroranschlag nicht.

    Auch der Fernsehauftritt von Innenminister de Maiziere konnte meine Zweifel an der Sicherheitspolitik der BRD nicht beruhigen.

    Mann hat nach dem Ausspruch der FDJ-Kanzlerin „wir sind nur noch von Freunden“ umgeben, alle Sicherheitsorgane geschwächt, „aktuelles Beispiel Hecker Angriff auf den Bundestag und die Kanzlerin.“ aus einem sogenannten Freund-Land, der Ukraine, zu diesem Vorfall kein Wort der Kanzlerin oder des Innenministers de Maizière, soviel zur inneren Sicherheit der BRD.

    Alles nur leere Worthülsen der Verantwortlichen.

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