Tiananmen-Massaker
China protestiert gegen US-Statement

China ist „äußerst unzufrieden“: Mit ihrem Statement zum Tiananmen-Massaker habe sich die USA in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik eingemischt. In Peking war ein öffentliches Gedenken nicht möglich.
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PekingChina hat die Stellungnahme der US-Regierung zum 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking scharf zurückgewiesen. Diese missachte vollkommen die Tatsachen, sagte Außenministeriumssprecher Hong Lei in der Nacht zum Donnerstag. Der chinesischen Regierung würden grundlos Vorwürfe gemacht. Dies sei eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik sowie einen Verstoß gegen die Gepflogenheiten im Umgang von Staaten untereinander. China sei „äußerst unzufrieden“ und habe bei der Regierung in Washington Protest eingereicht.

Die USA hatten China am Mittwoch aufgefordert, Rechenschaft über die Vorgänge von 1989 abzulegen. Sie ehrten diejenigen, die bei der Niederschlagung der Demokratiebewegung ums Leben kamen und erklärten, jederzeit für die Freiheitsrechte einzutreten, die die Demonstranten gefordert hatten.

Für die regierende Kommunistische Partei sind die Vorgänge auf dem Tiananmen-Platz am 4. Juni 1989 tabu. Der Einsatz der Armee sei damals zum Wohle des Volkes geschehen. Totenzahlen wurden niemals veröffentlicht. Menschenrechtsgruppen und Augenzeugen berichten von mehreren Hundert bis mehreren Tausend Opfern, als Panzer den Weg zum Platz des Himmlischen Friedens im Zentrum der Hauptstadt freischossen. Demonstranten hatten dort sechs Wochen lang mehr Demokratie gefordert.

In Peking verhinderte die Staatsführung mit einem massiven Polizeiaufgebot am Mittwoch ein öffentliches Gedenken. In der Sonderverwaltungszone Hongkong nahmen allerdings Zehntausende an einer Kerzen-Mahnwache teil. In London wollten zwei Mitarbeiter von Amnesty International Blumen auf den Stufen der chinesischen Botschaft niederlegen. Sie wurden nach Angaben der Menschenrechtsgruppe dabei jedoch von chinesischen Behördenvertretern tätlich angegangen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Interessante Informationen zum Thema:
    "Die Lüge vom Tiananmen-Massaker"
    von Gerhard Wisnewski

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerhard-wisnewski/china-die-luege-vom-tiananmen-massaker.html

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