Tihange
Panne im nicht-nuklearen Teil von belgischem AKW

Die Pannen beim Atommeiler Tihange sorgen für Streit zwischen Belgien und Deutschland. Nun hat es erneut einen Zwischenfall gegeben. Am Mittwoch soll der Reaktor aber schon wieder ans Netz gehen.

BrüsselIm umstrittenen belgischen Atomkraftwerk Tihange hat es erneut eine Panne gegeben. Betroffen sei ein Turbinenmotor im nicht atomaren Teil der Anlage, sagte ein Sprecher am Samstag. Die Panne habe dazu geführt, dass Reaktor 2 am Freitagnachmittag automatisch abgeschaltet worden sei. Voraussichtlich könne der Reaktor am Mittwoch wieder hochgefahren werden.

Tihange 2 hatte seit 2012 die meiste Zeit stillgestanden, nachdem Materialfehler in den Reaktordruckbehältern festgestellt worden waren. Ende 2015 erlaubte die belgische Atomaufsicht jedoch eine Wiederinbetriebnahme, die von einer Pannenserie begleitet war.

Tihange liegt rund 60 Kilometer von der deutschen Grenze bei Aachen entfernt. Die Bundesregierung hatte die belgische Regierung kürzlich offiziell gebeten, die umstrittenen Atomkraftwerke Tihange und Doel „bis zur Klärung offener Sicherheitsfragen“ vorübergehend vom Netz zu nehmen. Die belgische Seite lehnte das Anliegen ab: Beide Meiler erfüllten die „höchsten Sicherheitsanforderungen“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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