Tod des Despoten
Gaddafis Tochter fordert Aufklärung

Aisha Gaddafi, Tochter des getöteten libyschen Despoten, hat sich an den Internationen Strafgerichtshof in Den Haag gewannt. Die Behörde, die Haftbefehl gegen ihren Vater erließ, soll jetzt seinen Tod aufklären.
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AlgierDie Tochter des langjährigen libyschen Machthabers Muammar Gaddafi hat den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) aufgefordert, die Umstände des Todes ihres Vaters zu untersuchen. Gaddafi und sein Sohn Motassim seien auf die grausamste Weise ermordet und ihre Leichen gegen alle Regeln des Islams geschändet und zur Schau gestellt worden, schrieb Aischa Gaddafis Anwalt Nick Kaufman an den ICC. Bisher seien weder seine Mandantin noch ihre Familie offiziell darüber informiert worden, wie Vater und Sohn Gaddafi getötet worden seien, hieß es in dem Schreiben, in das die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch Einblick hatte.

Muammar und Motassim Gaddafi waren im Oktober in ihrer Heimatstadt Sirte in die Gewalt von Kämpfern der neuen Machthaber geraten und kurz darauf umgebracht worden. Aischa Gaddafi und andere Familienangehörige waren im August ins benachbarte Algerien geflohen. Anfang des Jahres hatte der ICC Haftbefehle gegen Gaddafi, dessen Sohn Saif al-Islam und Geheimdienstchef Abdullah al-Senussi wegen des Vorwurfs der Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlassen.

Frankreich will in den nächsten Tagen 230 Millionen Euro eingefrorener libyscher Gelder freigeben. Seine Regierung wolle der Führung in Tripolis dabei helfen, anderswo beschlagnahmtes Geld freizubekommen. Im Ausland sind schätzungsweise 115 Milliarden Euro gesperrt gelegt worden, von denen bislang nur ein kleiner Teil rücküberwiesen wurde.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Tod des Despoten: Gaddafis Tochter fordert Aufklärung"

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  • Tja, mit Aufklarn ist das in unserer verlogenen bigotten westlichen "Demokratie" so eine Sache. Man wuartet zum Beispiel immer noch vergebens auf Aufklaerung und Beweise bzgl. der angeblichen Luftangriffe auf ach so friedliche pro-democracy-Demonstranten, die ja zum Eingreifen der friedliebenden Verteidigungsgemeinschaft NATO fuehrte. Natuerlich nur um Zivilisten zu schuetzen und nur um den Luftraum zu sichern. Na ja, im letzten Krieg warens angebliche Massenvernichtungswaffen, beim ersten Kuwait-Krieg wurde die Brutkastenstory aufgetischt, nun eben libysche Luftangriffe auf harmlose Libyer. Mal schaun, welcheErfindung zum naechsten Angriffskrieg (Iran?) praesentiert wird und wie unsere Medien wieder "embedded" und unkritisch Wochenschaupropaganda berichten

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