Tod des US-Botschafters
USA schickt Kriegsschiffe nach Libyen

Nach dem Tod des US-Botschafters schickt die US-Marine zwei Kriegsschiffe an die Küste Libyens - als „Präventivmaßnahme“. Denn der Angriff auf die Botschaft könnte einen terroristischen Hintergrund haben.
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WashingtonNach dem Angriff auf das US-Konsulat in der libyschen Stadt Bengasi hat die US-Marine zwei Kriegsschiffe an die Küste des Landes geschickt. Die beiden Zerstörer sowie ein 50-köpfiges Marineteam würden als "Präventivmaßnahme" entsendet, sagte ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Bereits zuvor war aus dem Pentagon verlautet, dass die US-Armee eine Anti-Terror-Einheit nach Libyen schickt. US-Präsident Barack Obama hat mittlerweile mit den Präsidenten von Ägypten und Libyen telefoniert und eine Zusammenarbeit bei den Ermittlungen mit ihnen vereinbart.

Der Angriff auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi hat möglicherweise einen terroristischen Hintergrund. Wie am Mittwoch aus US-Regierungskreisen verlautete, gehen die Geheimdienste mittlerweile von einem geplanten Angriff aus. Die Proteste gegen einen in den USA produzierten antiislamischen Film hielten unterdessen in zahlreichen arabischen Ländern an und erreichten den US-Präsidentschaftswahlkampf.

Die Attacke trage "klar" die Handschrift des Terrornetzwerks Al-Kaida, sagte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im US-Repräsentantenhaus, Mike Rogers, dem Sender CNN. Dass es sich um einen geplanten Angriff handeln könnte, sei "derzeit die Arbeitshypothese", sagte zudem ein ranghoher Regierungsvertreter AFP. Demnach könnten sich extremistische Angreifer die wütende Menge in Bengasi zu Nutze gemacht haben.

Das Internetportal Youtube hat nun den Zugriff auf das Video aus Libyen und Ägypten erschwert. Zwar verstoße der Inhalt des Films nicht gegen die Youtube-Richtlinien, angesichts der "schwierigen Lage in Libyen und Ägypten" sei der Zugang in beiden arabischen Ländern jedoch "vorübergehend eingeschränkt" worden, erklärte ein Sprecher des Google-Dienstes am Donnerstag.

Das Konsulat war am Dienstag mit Raketen und Granaten angegriffen worden. Der US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter wurden getötet, auch mehrere libysche Sicherheitskräfte starben. Der Angriff ereignete sich am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, ein für islamistische Terroristen symbolisches Datum. Zunächst hatte es geheißen, dass es sich um einen spontanen Angriff gehandelt habe. Seit Dienstag gibt es in zahlreichen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Auch in Kairo hatten militante Islamisten die US-Botschaft gestürmt.

Laut Rogers deutet aber viel auf einen Terroranschlag hin. "Seit Monaten haben wir beobachtet, wie Al-Kaida nach westlichen Zielen Ausschau gehalten hat", sagte der US-Abgeordnete. "Das fand überall in Nordafrika statt. Wir haben bestimmte Aktivitäten beobachtet, die einen glauben lassen können, dass es eine mit Al-Kaida verbündete Gruppe war."

Die Proteste hielten unterdessen an. Unweit der tunesischen Hauptstadt Tunis setzte die Polizei Tränengas gegen rund 300 Demonstranten ein, die auf das Gelände der US-Botschaft vordringen wollten, wie ein AFP-Fotograf berichtete. Offiziellen Angaben zufolge wurden fünf Menschen festgenommen, mindestens zwei Polizisten wurden verletzt.

Auch in Kairo protestierten am Abend erneut hunderte Menschen vor der US-Botschaft. Dem Sender CNN zufolge kam es zu Zusammenstößen mit Vertretern der Sicherheitskräfte. Auch in Casablanca in Marokko gingen bis zu 400 Menschen auf die Straßen. Einige dutzend Menschen protestierten zudem im Gazastreifen gegen die USA und zündeten vor dem Sitz der UNO US-Fahnen an. Das iranische Außenministerium verurteilte den Film als "schändlich". Mehrere iranische Medien kündigten für Donnerstag eine Demonstration in Teheran an.

Unterdessen erreichten die Vorfälle auch den US-Wahlkampf. US-Präsident Barack Obama warf seinem Herausforderer Mitt Romney eine Taktik nach dem Motto "erst schießen und dann zielen" vor, nachdem dieser seine Reaktion auf die Attacken kritisiert hatte. Romney hatte Obama vorgeworfen, nach den Angriffen vom Dienstag zunächst Verständnis für die Angreifer gezeigt zu haben, statt die Attacken sofort zu verurteilen.

Bei einer Veranstaltung in Las Vegas sagte Obama am späteren Mittwoch, dass kein Terrorakt es schaffen werde, die "Werte der USA" zu trüben. "Kein Gewaltakt wird die Entschlossenheit der USA erschüttern", sagte er.

Die USA ließen zudem die Sicherheit aller ihrer Vertretungen überprüfen. Das Konsulatspersonal in Bengasi wurde nach Deutschland ausgeflogen, das Personal der Botschaft in Tripolis wurde reduziert, wie ein US-Vertreter mitteilte. Die US-Marine schickte außerdem als "Präventivmaßnahme" zwei Kriegsschiffe an die Küste Libyens.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Dieser pro-islamistische Kommentar ist nicht nur dämlich sondern auch noch herzlos. Kein Wort des Mitleids mit dem ermordeten Botschafter und seinem Kollege. Ich hoffe, dass der Schreiber nur ein hier geduldeter Asylant ist, der bald in sein nun befreites muslimisches Paradies zurückkehrt.

  • Es muß heißen : USA schickEN Kriegsschiffe...sie würden ja auch nicht schreiben : "Die Vereinigten Staaten schickt..."; immerhin schreiben Sie "KriegSschiffe" und verzichten nicht, wie es nunmehr scheinbar angesagt ist, auf das Bindungs-S

  • Die westlichen Medien vorurteilen die Islamistischen, die gegen den schändlichen Mohammad Film protstieren als ungebildeten analphbet,dumm,untolorant,fanatisch, auch als Terroristen. Erstaunlischer Weise sind die so genannten ungebildeten Analphbeten sind so gut ausgebildet und sie besitzen soviel Toloranz, daß sie noch nie so einen Film über Jesus Christus gedreht haben. Im Gegenteil, sie glauben ehren den Jesus Christus wie die Christen. Nur mit einem Unterschied. Sie verehren ihn als einen großen Propheten und nicht als Gottes Sohn. Folgedessen, die fanatische Christen mit ihren Hass auf Islamisten sind die ungebildeten analphbet,dumm,untolorant,fanatische Terroristen, die für mich unverständlischeweise von den westlichen Regiems unterstützt werden. Sie senden ehr Kriegschiffe zur Region, als Bestraffung des Schändlichen Täter, das den Zorn der Aufgebrachten Muslemen besänftigen könnte.

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