International
Todesopfer nach Explosion bei Razzia der spanischen Polizei in Madrid

Bei einem Großeinsatz der Polizei in einem Vorort von Madrid, die nach Terrorverdächtigen suchte, sind vier Menschen gestorben. Die Gesuchten sprengten nach einem Schusswechsel ihre Wohnung. Das Gebiet wurde abgesperrt.

HB BERLIN. Bei einer Razzia im Großraum der spanischen Hauptstadt Madrid sind am Samstag ein Polizist und drei Terrorverdächtige gestorben. Zuvor war es im südlichen Vorort Leganes zu einer Explosion gekommen. Dabei wurden elf Polizisten verletzt. Die Polizei hatte einen Teil von Leganes abgesperrt und suchte nach mehreren Terrorverdächtigen, die an den Anschlägen vom 11. März beteiligt gewesen sein sollen, sagte Innenminister Angel Acebes.

Drei Verdächtige nordafrikanischer Herkunft hätten sich in einem Gebäude verschanzt und mit der Polizei einen Schusswechsel geliefert. Als die Sicherheitskräfte die Wohnung stürmten, in der sich die Gesuchten aufhielten, hätten sie einen Sprengsatz gezündet, erläuterte der Minister.

Zuvor sei das betreffende Gebäude wie auch Wohnhäuser in der Nachbarschaft evakuiert worden. Die Nachrichtenagentur AP zitierte einen Augenzeugen mit den Worten, Hubschrauber hätten in niedriger Höhe das Sperrgebiet überflogen; mit Lautsprechern seien die Einwohner aufgefordert worden, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Bisher hat die spanische Polizei 15 Personen im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Madrider Pendlerzüge verhaftet. Dabei waren 191 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt worden.

Elf der 15 Verhafteten sind Marokkaner. Sie sollen Kontakt zum Terrornetzwerk Al Qaeda gehabt haben. Am Freitag war an der Bahnstrecke zwischen Madrid und Sevilla eine Bombe entdeckt worden, die entschärft werden konnte.

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