Todesstrafe: Texas kauft Nachschub für Hinrichtungen

Todesstrafe
Texas kauft Nachschub für Hinrichtungen

Dem US-Bundestaat Texas ist es gelungen, Betäubungsmittel für Hinrichtungen zu kaufen. Jüngst hatten mehrere US-Staaten Schwierigkeiten, an den Giftcocktail zu kommen. Europa liefert nicht mehr.
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HoustonDer US-Staat Texas kann die nächsten Todeskandidaten in seinen Gefängnissen wie geplant hinrichten. Es sei gelungen, eine kleine Menge des Betäubungsmittels Pentobarbital zu kaufen, das für die Giftspritze benötigt wird, teilte das Justizministerium am Mittwoch mit. Wo das Mittel herkommt, wurde nicht bekannt.

Mehrere US-Staaten haben Schwierigkeiten, die Medikamente für den tödlichen Mix zu beschaffen. Europäische Hersteller liefern wegen der internationalen Kritik an der Todesstrafe nicht mehr. Wegen des fehlenden Nachschubs hatte Utah kürzlich beschlossen, wieder Erschießungskommandos zuzulassen.

Texas hat die meisten Hinrichtungen von allen US-Staaten – allein seit 1982 waren es 522. Dieses Jahr wurden bereits vier Gefangene getötet. Deshalb hatten die Behörden nur noch genug Gift für eine Todesspritze, nämlich für die am 9. April vorgesehene Exekution eines Mannes, der einen Polizisten und ein weiteres Opfer getötet haben soll.

Nun habe man genügend Gift für drei weitere Hinrichtungen im April, sagte Justizsprecher Jason Clark. Allerdings sind für Mai und Juni mindestens zwei weitere Exekutionen vorgesehen, für die dann neue Mittel für den Giftcocktail gekauft werden müssten.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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