«tödliche Botschaft»
Scharon: IGH-Urteil fördert Terror

Der israelische Ministerpräsident Scharon hat den Anschlag in Tel Aviv als ersten Angriff unter der Schirmherrschaft des Internationalen Gerichtshofes bezeichnet. Dieser habe eine «tödliche Botschaft» verbreitet.

HB BERLIN. Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon hat nach dem Anschlag vom Sonntag in Tel Aviv, bei dem eine Frau getötet wurde und 20 Menschen verletzt wurden, scharfe Kritik an der Entscheidung des Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag zu dem israelischen Schutzwall geäußert. Der Anschlag sei der erste Angriff unter der Schirmherrschaft des Gerichts, sagte er in einer Kabinettssitzung. Das Gericht habe mit seiner Entscheidung eine tödliche Botschaft verbreitet, die den Terrorismus fördere.

Der IGH hatte am Freitag den Sperrzaun als völkerrechtswidrig verurteilt und die Argumentation Israels, die Anlage schütze vor Anschlägen, nicht anerkannt. «Ich möchte klarstellen, dass der Staat Israel die Entscheidung des Weltgerichtshofs in Den Haag völlig zurückweist. Wir sprechen über eine einseitige Entscheidung auf Grund politischer Überlegungen», sagte Scharon.

UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte Israel am Sonntag auf, den Bericht des IGH zum Sperrzaun zu achten. Jeder respektiere das Recht und die Pflicht der israelischen Regierung, ihre Bürger zu schützen, sagte Annan, jede Handlung müsse aber mit dem Völkerrecht in Einklang stehen. Israel müsse auch die Interessen der Palästinenser beachten.

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