Tokio verschärft Sicherheitsvorkehrungen
18 Tatverdächtige in Istanbul festgenommen

Die Polizei in Istanbul hat 18 Männer festgenommen. Sie werden der jüngsten Anschläge verdächtigt, bei denen am Donnerstag 27 Menschen ums Leben kamen.

HB BERLIN. Nach den Selbstmordanschlägen in Istanbul hat die türkische Polizei 18 Verdächtige festgenommen. Sie seien bei Razzien in Stadtvierteln auf der asiatischen Seite der Stadt gefasst worden, berichtete die Tageszeitung «Hürriyet» am Samstag. Über Identität und Nationalität der Verdächtigen wurde zunächst nichts bekannt. Der türkische Justizminister Cemil Cicek hatte am Freitagabend von «sehr wichtigen Hinweisen» und guten Fortschritten bei den Ermittlungen gesprochen. Bei einem Doppelanschlag in Istanbul waren am Donnerstag 27 Menschen getötet und mehr als 450 verletzt worden.

Als Reaktion auf Anschlagsdrohungen des Terrornetzwerks Al Qaeda gegen Japan und die USA verstärkte Tokio unterdessen seine Sicherheitsvorkehrungen. Die Echtheit dieser Drohung werde derzeit noch geprüft, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Einzelheiten zu den verschärften Sicherheitsmaßnahmen wollte er nicht nennen. Die saudiarabische Zeitung «Al Madschallah» hatte am Freitag über eine E-Mail berichtet, in der im Namen von Al Qaeda bis Mitte Februar eine «neue Operation großen Ausmaßes» angekündigt worden sei.

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