Tony Abbott unter Druck: Australiens Premier wird aus den eigenen Reihen herausgefordert

Tony Abbott unter Druck
Australiens Premier wird aus den eigenen Reihen herausgefordert

Australiens Ministerpräsident Tony Abbott bekommt Ärger aus der eigenen Partei. Eine parteiinterne E-Mail fordert eine Abstimmung unter den Parlamentariern über das Amt Abbotts. Doch wer wird der Nachfolger?
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CanberraAustraliens Ministerpräsident Tony Abbott ist am Freitag aus den Reihen seiner eigenen Partei offen herausgefordert worden. Der Parlamentarier Luke Simpkins schrieb in einer E-Mail an seine Kollegen von der Liberalen Partei, er werde auf einem Treffen der Partei am kommenden Dienstag Abbott auffordern, über sein Amt als Vorsitzender sowie jenes seiner Stellvertreterin Julie Bishop von den 102 Regierungsabgeordneten abstimmen zu lassen.

Es war zunächst nicht klar, ob ein Abgeordneter nominiert wird, der gegen Abbott oder seine Außenministerin antritt. Parteigeschäftsführer Philip Ruddock bestätigte später, dass die Abstimmung stattfinden werde, sollte das Gesuch auf dem Treffen am Dienstag genehmigt werden.

Nach etwa Hälfte seiner ersten Amtszeit als Premier steht Abbott unter zunehmendem Druck, weil er in Meinungsumfragen überaus schlecht abschneidet. Abbotts Unbeliebtheit wird teils dafür verantwortlich gemacht, dass die konservative Regierungspartei große Verluste bei den Wahlen in den Bundesstaaten Victoria im November sowie Queensland im Januar einstecken musste.

Zuletzt wurde Abbott auch dafür kritisiert, dass er den britischen Prinz Philip zu einem australischen Ritter schlug. Dies sei „der endgültige Beweis“ dafür gewesen, dass der Premierminister die Verbindung zu den Menschen verloren habe, schrieb Simpkins seinen Parteikollegen. Deshalb sei es seiner Meinung nach wichtig, die Überstützung für ihn innerhalb der Partei zu testen.

Bishop und Kommunikationsminister Malcolm Turnbull sind Namen, die als potenzielle Nachfolger von Abbott im Gespräch sind.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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