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„Frankreich derzeit größte Gefahr für den Euroraum“

Top-Ökonomen warnen
„Frankreich derzeit größte Gefahr für den Euroraum“

Nicht nur Griechenland bereitet den Euro-Rettern Kopfzerbrechen, auch Frankreich rückt zunehmend in den Fokus. Ökonomen warnen schon, die schwächelnde Volkwirtschaft könnte die Euro-Zone ins Wanken bringen.
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BerlinFührende Ökonomen in Deutschland sehen in Frankreich derzeit das größte Risiko für die Stabilität der Euro-Zone. Hintergrund ist die Herabstufung der Euro-Hilfsfonds ESM und EFSF durch die Ratingagentur Moody’s infolge der Abstufung Frankreichs. Der Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass im Fall der Fälle die kleineren Länder inklusive Spanien noch durch den ESM und das neue Anleihekaufprogramm (OMT) der Europäischen Zentralbank (EZB)  unterstützt werden könnten. „Somit scheint zurzeit die größte Gefahr für den Euroraum von Frankreich und eventuell Italien zu kommen“, sagte Bielmeier Handelsblatt Online.

„In Italien liegt das Risiko aber hauptsächlich in der politischen Unsicherheit, während in Frankreich strukturelle Schwächen die Ursache sind.“ Jedoch werde Frankreich nach Bielmeiers Einschätzung das Reformtempo „deutlich erhöhen, sobald der Finanzmarkt den Druck auf Frankreich erhöht“.

Die strukturelle Entwicklung von Frankreich sei seit einiger Zeit in den Fokus der Ratingagenturen gerückt, sagte Bielmeier weiter. „Insbesondere der hohe Staatsanteil und die geringe Bereitschaft der französischen Regierung die notwendigen Reformen am Arbeitsmarkt anzugehen sind hier als Beispiele hervorzuheben.“

Besorgt über die Wirtschaftsschwäche Frankreichs äußerte sich auch der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. Frankreich sei „faktisch zum Anwalt der hochverschuldeten Peripherieländer“ geworden. „Damit hat Frankreich Deutschland in seinem Bemühen isoliert, einen durch Wettbewerb und Geldwertstabilität geprägten Euroraum zu erhalten“, sagte Krämer Handelsblatt Online. „Frankreichs wirtschaftlicher Abstieg zerstört die politische Symmetrie im Euroraum.“

Das Grundproblem der französischen Volkswirtschaft sieht Krämer in einem überdimensionierten Staat, „der vor allem kleine Unternehmen gängelt und wie in kaum einem anderen westlichen Land ein gesellschaftliches Klima kultiviert, das die Marktwirtschaft als angeblich ungerecht ablehnt“. Vor allem deshalb stiegen in Frankreich die Lohnkosten zu stark, so dass das Land seit Beginn der Währungsunion ein Drittel seiner Weltmarktanteile verloren habe. Zudem habe sich die Leistungsbilanz ähnlich verschlechtert wie die Italiens. „Ich habe schon vor einem drei Viertel Jahr geschrieben, dass Frankreich gen Süden driftet“, sagte Krämer.

Kommentare zu "„Frankreich derzeit größte Gefahr für den Euroraum“"

Alle Kommentare
  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Alle EU-Länder sind höchstverschuldet.Z.B. Hellas mit pro Kopf 32.000 Euro .....aber wir ,die BRD ,mit 66.000 Euro pro Kopf an Staatsschulden. Wer macht die Staatsschulden ? Nur die Politiker und das obwohl bereits in der 4.Klasse Grundschule gelehrt wird NICHT mehr auszugeben als man verdient. Haben denn so viele Politiker die 4.Klasse nicht erreicht ? Schade.

  • Daß Frankreich zum Problemfall mutiert ist doch nichts
    neues.
    Bin mal gespannt wie Meister Schäuble und Frau Merkel
    jetzt argumentieren.
    Glaube, langsam werden die Koffer gepackt und die Flug-
    bereitschaft in Bereitschaft gesetzt.

  • Solange die Börsen weiter steigen ist das einem Anleger doch sch... egal - Ha, ha,ha,ha,ha!!!!. EuroStoxx50 auf Jahreshoch, EU-pleite ist doch genial :-)))).

  • Die größte Gefahr für den Euroraum ist kein Land, sondern der Euro selbst. Denn der wird von den machthabenden Eurokraten mit Klauen und Zähnen bis zum wirtschaftlichen Untergang Europas verteidigt.

    Die Parole "Scheitert der Euro, scheitert Europa" ist an diesem Wochenende zur offenen Drohung der Eurokratie gegen die Völker Europas mutiert. Van-Rompuy warnt im Kreise seines Hofstaats ganz offen und dreist vor einer (Re-)Demokratisierung Europas

    O-Ton hier:
    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48569/

    Noch Fragen?

  • Was meinen Sie denn, warum die Börsenindizes steigen? Was machen Sie denn mit Geld, was Sie gerade über haben und für später zurück legen? Tagesgeldkonto? Staatsanleihen kaufen? Doch wohl kaum. Sehen Sie, der aktuelle Anstieg von Aktien insbes. kapitalintensiver Unternehmen ist nichts weiter als ein Indiz für die Inflation. Weitere Indizien: Immobilien und Rohstoffe, die in USD gehandelt werden. Der Anstieg von Aktien- und auch Immobilienpreisen zeigt einfach nur, dass unsere Währung immer weniger wert ist. Hätten Sie vor zwei Jahren Aktien im Euroraum als Singapureaner, der SGD verdient, gekauft, so wären Sie jetzt immer noch im Minus.

  • Tje der gute Herman hat halt Angst um seinen Posten. Wer würde ihn denn wählen? 18 % der Flamen oder so in der Richtung. Ein Sandkorn im Ozean.....
    da muss man sich dann schon was einfallen lassen, warum eine Direktwahl keine gute Sache ist. Er verdient ja mehr wie Obama und wenn er zurück auf nationale Ebene müsste würde es auch nicht gerade so interessant für ihn aussehen, da es andere mit mehr Charisma gibt.

  • Der ganze EU Krempel geht den Bach runter :D

  • Ich werde für ein Denkmal für Hollande spenden, wenn dieser Mann endlich die Eurozone kippt. Dann: Vive la France - weg mit der EUSSR!

  • Für den Euro-Raum? Bitte etwas mehr Präzision! Es zuerst einmal größte Gefahr für Deutschland als größtem Zahler. Aber das wird wahrscheinlich auch zensiert.

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