Tote auf beiden Seiten
Der Krieg erreicht Israels Hinterland

Schlugen die Raketen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz aus dem Libanon bislang nur in der israelischen Grenzregion ein, hat es nun auch Orte im Landesinneren getroffen. Auch Israel setzte seine Angriffe auf das Nachbarland fort. Dabei starben am Sonntag sieben kanadische Urlauber. Die Armee sieht sich jedoch schuldlos.

HB TEL AVIV. Im Norden Israels sind am Montagmorgen erneut mehrere von der Hisbollah abgefeuerte Raketen eingeschlagen. Israelische Medien meldeten, im Bereich Akko sei ein Haus direkt getroffen worden. Die Einwohner hätten es jedoch zuvor bereits verlassen. In einem Kibbuz im westlichen Galiläa wurden vier Menschen durch eine Rakete verletzt. Auch in Tiberias schlugen kurz darauf mehrere Raketen ein. In der Hafenstadt Haifa, wo am Sonntag acht Menschen bei einem Raketenangriff ums Leben gekommen waren, heulten im Morgengrauen erneut die Warnsirenen.

Am späten Sonntagabend waren erstmals mehrere im Libanon abgefeuerte Raketen in der nordisraelischen Stadt Afula eingeschlagen. Es war mit rund 50 Kilometern die bisher größte Distanz, über die Raketen auf Ziele in Israel abgefeuert wurden. Auch im umliegenden Jizrael-Tal fielen mehrere Geschosse in offenes Gelände. Menschen wurden nicht verletzt.

Die israelische Armee hatte nach der Entführung von zwei Soldaten durch die Hisbollah-Miliz am Mittwoch eine Offensive gegen den Libanon gestartet. Dabei kamen im Nachbarland bislang mehr als 160 Menschen ums Leben, fast alle waren Zivilisten. Andere Quellen sprechen gar von an die 200. Durch die Hisbollah-Raketen starben in Israel 24 Menschen.

Unbeteiligte libanesische Soldaten sterben

Die israelische Luftwaffe setzte ihre Angriffe am Montagmorgen fort. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet und 53 verwundet. In der Hauptstadt Beirut waren am Morgen zwei laute Explosionen zu hören, die sich in den südlichen Vororten ereigneten. Zuvor waren Raketen unter anderem in der nordlibanesische Hafenstadt Tripoli sowie die Baalbek im Osten des Landes eingeschlagen, wo viele Hisbollah-Vertreter Häuser haben.

Bei den Angriffen vom Montagmorgen wurden unter anderem auch acht libanesische Soldaten getötet, als ihre Stellung im Norden des Landes kurz vor der Grenze zu Syrien beschossen wurde. Warum dies geschah, war nicht bekannt. Der Stützpunkt liegt weit entfernt von den Gebieten der Hisbollah. Die libanesische Armee hat sich auch aus dem Krieg zwischen der Hisbollah und Israel weitgehend heraus gehalten. Israel warf der libanesischen Armee aber vor, die Hisbollah zu unterstützen.

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