Tote bei Explosion in Iraks Parlament
Anschläge treffen Bagdad ins politische Herz

Die Aufständischen dringen wieder bis in Zentrum der Macht im Irak vor: Bei einer Explosion in der Parlamentskantine wurden acht Menschen getötet. Zuvor hatte ein Selbstmordattentäter eine Brücke in die Luft gesprengt. Beobachter sprechen von einer neuen Strategie der Terroristen.

mzi/law BAGDAD. Bei der Explosion einer Bombe im irakischen Parlamentsgebäude in der schwer gesicherten "Grünen Zone" starben am Donnerstag acht Menschen. Zahlreiche andere wurden verletzt, teilte der Pressesprecher des Parlaments, Mohammed Abu Bakr, mit. Die Explosion habe sich in der Cafeteria ereignet, wo die Abgeordneten gerade zu Mittag aßen.

Das irakische Parlament liegt in der so genannten Grünen Zone, die von der US-Armee und der irakischen Armee hermetisch abgeriegelt wird. Dort befinden sich auch viele Regierungsgebäude und die US-Botschaft. Deshalb hat es in der Grünen Zone bislang keine großen Terroranschläge gegeben, sondern nur einzelne Mörsergranaten-Angriffe. Vor kurzem hatte das US-Militär dort aber zwei Sprengstoffgürtel gefunden. Zudem gab es offenbar Warnungen vor einem Anschlag. Die Sicherheitskräfte des Parlaments setzten am Donnerstag Spürhunde bei den Kontrollen an den Eingängen ein, was sonst nur selten geschieht.

Am Donnerstag morgen hatte ein Selbstmordattentäter eine der neun Brücken in Bagdad zerstört und mindestens zehn Menschen in den Tod gerissen. Der Täter fuhr einen mit Sprenstoff beladenen Lkw auf die zentrale Al-Sarafija-Brücke über den Tigris und brachte das Fahrzeug dort zur Explosion, wie die Polizei mitteilte. Etwa 20 Autos stürzten in den Fluss, 26 Menschen wurden verletzt.

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