Tote bei Luftwaffenangriff in Faludscha
Massive Proteste gegen USA

Mehr als 1000 Menschen haben am Montag in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha gegen den US-Luftangriff vom Samstag protestiert. Der Angriff, bei dem nach Angaben irakischer Ärzte 21 Menschen starben, galt dem US-Militär zufolge einem Versteck des Terroristen Abu Mussab el Sarkawi. Protestanten nennen das einen Vorwand.

HB FALUDSCHA. „Alle Berichte über die angebliche Anwesenheit Sarkawis und seiner Gruppe in Falludscha sind falsch und verlogen und dienen nur als Vorwand, genau wie der Vorwand der Massenvernichtungswaffen benutzt wurde, um den Irak zu zerstören“, sagte der erst kürzlich aus US-Haft entlassene Mufti von Falludscha, Scheich Dschamal Nazzal. Seine Rede wurde mehrfach von „Gott ist groß“-Rufen unterbrochen.

Zur Ermordung von sechs Schiiten aus Bagdad in Falludscha vor zehn Tagen sagte der Scheich, dafür seien „zerstörerische Elemente von außen verantwortlich“. Diejenigen, die diese Männer getötet und verstümmelt hätten, stammten nicht aus Falludscha. Der Tod der sechs Lastwagenfahrer hatte zu Protesten von Schiiten in Bagdad geführt, bei denen auch Rufe nach Rache zu hören waren.

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