Tote und Verletzte
Anschlags-Serie gegen Christen in Nigeria

In Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden. Die Behörden fürchten eine koordinierte Angriffswelle der radikalislamischen Sekte Boko Haram. Erinnerungen an die Anschläge im vergangenen Jahr werden wach.
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AbujaIn Nigeria sind am ersten Weihnachtsfeiertag bei einer ganzen Reihe von Anschlägen auf Kirchen Dutzende Menschen getötet worden. Allein bei einem Bombenattentat auf eine katholische Kirche in einem Vorort der Hauptstadt Abuja seien mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Der Sprengsatz wurde während des Gottesdienstes gezündet. Zu der Anschlagsserie bekannte sich die Islamistengruppe Boko Haram. In einer bei der Presse eingegangenen Stellungnahme erklärte Abu Qaqa, der als Sprecher der Islamisten fungiert, die Gruppe habe die Anschläge verübt.

Ein Sprecher des Katastrophenschutzes Nema sagte, er könne noch keine genauen Opferzahlen nach dem Anschlag bei Abuja nennen. Derzeit gehe man von 25 Toten aus. Augenzeugen berichteten, die Kirche Sankt Theresa in Madala, einem Vorort von Abuja, sei voll besetzt gewesen. „Ich war mit meiner Familie in der Kirche“, berichtete ein Mann. Als er die Explosion gehört habe, sei er nach draußen gerannt. „Jetzt weiß ich nicht, wo meine Kinder und meine Frau sind.“ Einige Augenzeugen berichteten, die Explosion habe sich in der Kirche ereignet, andere vermuteten den Sprengsatz dagegen außerhalb des Gebäudes. Durch die Wucht der Detonation seien in der Umgebung Fensterscheiben zu Bruch gegangen.

In Madala ging gerade eine Weihnachtsmesse zu Ende, als die Bombe explodierte. Die Polizei vermutet, es könne sich möglicherweise um eine Autobombe gehandelt haben. Unter den Toten waren mindestens drei Polizisten. Zudem wurden zahlreiche Menschen verletzt. Die Rettungskräfte befürchten weitere Todesopfer, sagte ein Behördensprecher der Nachrichtenagentur dpa. Viele Leichen seien durch die Explosion verstümmelt, was eine Identifikation erschwere, berichteten Augenzeugen. Auch umliegende Gebäude wurden durch die Explosion beschädigt.

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Rettungswagen fehlen

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  • Das ist nicht seltsam, sondern deutsche Politik.
    Auch die Gerichte urteieln mittlerweile unterschiedlich.
    Detusche Schläger, egal wen sie prügelen, werden hart bestraft.
    Schläger mit Migrationshintergrund die Deutsche ins Koma prügeln, verlassen meist als freie Männer das Gericht. Ein bißchen Bewähung und mehr nicht

  • An kit_fisto.

    Sie haben wie ein großer Mann gesprochen.

    Es ist wunderbar auch so was zu lesen.

  • An PikAS:
    Ich danke dir für diesen Link

    Ich habe nur ein paar Fragen, was bedeutet eigentlich dieser Text:: Ihr Familie wohnt in einem von arabischen Israelis bewohnten Ort in Galiläa - die Mutter der ermordeten Studentin ist Jüdin, weswegen auch das Mordopfer als Jüdin gilt


    Was sind „Arabische Israelis“?

    Ich dachte Israelis sind Juden?

    Text: die Mutter der ermordeten Studentin ist Jüdin, weswegen auch das Mordopfer als Jüdin gilt


    Warum gilt sie dann nicht als „Araberin“ wenn der Vater ein Araber ist???

    Sie ist doch dann mindestens eine Halb-Araberin???

    Verwendet diese Seite auch „Neusprech“???

    Ansonsten ist jede Verfolgung abzulehnen.

    Wir kennen die Verfolgung der Christen in den ehemaligen christlichen Staaten/Mandatsgebieten, wie den Irak, Sudan, Libanon, Kleinasien (derzeit Türkei), Syrien, oder Ägypten.

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