Tote und Verletzte in der Ukraine

Separatisten greifen Stützpunkt der Nationalgarde an

In der Nacht haben pro-russische Separatisten einen Stützpunkt der ukrainischen Nationalgarde in Mariupol angegriffen. Dabei sollen laut Innenministerium drei Separatisten getötet und 13 verletzt worden sein.
Update: 17.04.2014 - 08:10 Uhr 13 Kommentare

Panzer mit russischer Flagge rollen in Slawjansk ein

Kiew Bei einer Schießerei an einem Stützpunkt der ukrainischen Nationalgarde in der Stadt Mariupol sind nach Angaben des Innenministeriums drei pro-russische Separatisten getötet worden. Außerdem seien 13 verletzt und 63 festgenommen worden, teilte Minister Arsen Awakow am Donnerstag via Facebook mit. Die Agentur Interfax hatte zuvor unter Berufung auf eine regionale Internetseite von vier Todesopfern berichtet.

Die genauen Umstände des Zwischenfalls waren unklar. Dem Ministerium zufolge waren Separatisten zu dem Stützpunkt gezogen und hatten von den Soldaten verlangt, sich ihrem Aufstand gegen die Übergangsregierung in Kiew anzuschließen. Sie hätten auch versucht, auf das Gelände vorzudringen. Dabei seien Warnschüsse abgegeben worden, teilte das Ministerium mit.

Im Osten der Ukraine haben Separatisten Gebäude in mindestens zehn Städten unter ihre Kontrolle gebracht. Auch die Verwaltung der Großstadt Mariupol am Asowschen Meer haben sie eingenommen. Die prowestliche ukrainische Regierung wirft Russland vor, für die Aktionen verantwortlich zu sein.

Unterdessen hat US-Präsident Obama Russland mit weiteren Sanktionen gedroht. Sollte die Regierung die Ukraine weiter destabilisieren, werde dies Konsequenzen haben, sagte Obama am Mittwoch in einem Interview des Senders CBS. Russland schade sich schon jetzt mit den Strafmaßnahmen, die der Westen nach der Angliederung der Halbinsel Krim verhängt habe. Diese betreffen bislang nur Russen und Ukrainer, die für die Eskalation verantwortlich gemacht werden.

Am Donnerstag kommen die Außenminister Russlands, der Ukraine und der USA sowie die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Genf zusammen, um über die Krise zu sprechen. Die Chancen, sich dabei deutlich anzunähern, sind gering. Die Aufmerksamkeit dürfte sich ohnehin auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin richten, der am Donnerstag wie jedes Jahr Fragen von Bürgern beantworten will und sich dabei nach Angaben eines Sprechers auch über die Sanktionen von EU und USA ausführlich äußert. Die Veranstaltung dauert im Schnitt vier Stunden.

Putin hat die ukrainische Übergangsregierung beschuldigt, einen Aufstand im russischsprachigen Osten des Landes niederzuschlagen. Die Äußerungen Putins über den Konflikt werden im Westen kritisiert. So sprach der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant am Mittwoch von "Fantasiegeschichten". Seine US-Kollegin Samantha Power sagte, Russland hetze Menschen auf und fördere Separatismus und Sabotage in der Ukraine. Der Sicherheitsrat beriet auf einer Sondersitzung über einen UN-Bericht zur Lage in der Ostukraine. Darin heißt es, zwar gebe es Angriffe auf ethnische Russen. Diese seien aber Einzelfälle und nicht systematisch. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin wies den Bericht als einseitig zurück.

Bewaffnete Separatisten griffen unterdessen im Osten der Ukraine nach Angaben des Innenministeriums einen Stützpunkt der Nationalgarde an. Die Soldaten der Basis in Mariupol hätten bei dem Vorfall Warnschüsse abgegeben. Ob es Verletzte gab, war zunächst unklar. Dem Ministerium zufolge verlangten die prorussischen Demonstranten von den Soldaten, sich ihrem Aufstand gegen die Übergangsregierung in Kiew anzuschließen. Sie hätten auch versucht, in das Gelände einzudringen. Dabei seien die Schüsse abgegeben worden, teilte das Ministerium mit.

Im Osten der Ukraine haben Separatisten Gebäude in mindestens zehn Städten unter ihre Kontrolle gebracht. Auch die Verwaltung der Großstadt Mariupol haben sie eingenommen. Die prowestliche ukrainische Regierung wirft Russland vor, für die Aktionen verantwortlich zu sein.

  • rtr
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13 Kommentare zu "Tote und Verletzte in der Ukraine: Separatisten greifen Stützpunkt der Nationalgarde an"

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  • Einfach herrlich zutreffend:

    Unbestechlich, Moralist
    Ist der fleiß‘ge HB-Forist
    So rein und gut, weiß immer Rat
    Gibt seinen Senf zu jeder Tat
    Nichts Falsches trübt sein edles Tun
    Er muss stets tippen, kann nicht ruh’n
    Missgönnt den Ob’ren ihre Pfründe
    Kennt selbst geheimste Hintergründe
    Und weiß genau, wie ich jüngst las
    Wenn’s irgends kracht, der Ami war’s
    Er räkelt sich, allzeit bereit
    Im Sessel der Gerechtigkeit
    Und dazu braucht er sehr viel Schneid
    Doch eigentlich ist’s nur blanker Neid
    Aufgrund der eig’nen »Wicht« ichkeit

    Nicht von mir, dem Unbekannten besten Dank!

  • Herrlich: "Schwierikkeiten" Deutsche Sprache, schwere Sprache. Orthographie 5. Sitzen bleiben.

  • 10 Tote Terroristen hier, drei Tote Separatisten da. Ein verhafteter FSBler. Der Rubel nahe ATL. Die Bilanz kann sich langsam sehen lassen. Weiter so, Putin!

  • @Fredi
    "Man muß in Anbetracht des für die USA günstigen Zeitpunktes (Winterspiele Sotschi) davon ausgehen, dass bereits die Maidan-Bewegung von den USA inszeniert wurde."

    Sehr diplomatisch ausgedrückt. Wer hat daran Zweifel?
    Die Beweise fehlen noch. Aber es ist nur eine Frage der Zeit.

  • "Z.b. bedeutet in Österreichisch : "Geh scheißen!" auf Deutsch : "Verpiss dich, verschwinde" "

    Das haben Sie aber fein aus einem anderen Kommentatorenblog abgeschrieben...so wie Sie eben alles nachplappern, was Ihnen die Alliiertenmedien vorsetzen.
    Brav, sehr brav. Da freut sich Ihr Brüsseler Hauptquartier und das Aprilgehalt ist gesichert :-)

  • Vielleicht lesen Sie meinen Beitrag nochmal.
    Es ging um Redewendungen auf russisch. Damit Sie das verstehen mal ein anderes Bsp. So wie es bestimmte Redewendungen auf Deutsch in Österreich gibt nicht aber in Deutschland. Z.b. bedeutet in Österreichisch : "Geh scheißen!" auf Deutsch : "Verpiss dich, verschwinde"

  • @Color....da bin ich ja froh, dass hier an der Niederländischen Grenze auch andere Dialekte und Sprachgebräuche verwendet werden als im Rest der Republik. Denn selbst ich als Mönchengladbacher habe manchmal Schwierikkeiten meine Nachbarn aus dem Niederländischen Grenzgebiet zu verstehen. Und das sind deutsche Staatsbürger.
    Also war das mal wieder nichts. Setzen 6

    Gruß

  • Die ukrainischen Soldaten haben es tatsächlich geschafft, diesen Schrott in den Osten zu bringen. Dann weigern sie sich ihre Kanonen gegen die dortige Bevölkerung einzusetzen. Damit sind sie die ersten echten Helden. Die ARD Korrespondentin vor Ort bedauert die mangelnde Moral der Truppe und ihre schlechte Ausrüstung. Sie hätte es wohl gerne etwas blutiger gehabt. Die Nato und weitere Akteure sehen eine weitere Erhöhung der Bedrohung und verlegen verstärkt Waffen. Jetzt kommt das Drehbuch durcheinander. Es ist ja nix passiert aber es hätte laut Drehbuch CIA wohl etwas passieren sollen. Das wird vermutlich heute schleunigst nachgeholt. Leute , hier ist großes Kino, huldilgt der Nato und fordert Bügelbretter und Kartoffelknödel gegen die aggressiven ostukrainischen Dorfweiber, die sich unseren Panzern in den Weg stellen und die unsere Soldaten heimtückisch mit Nahrung versorgen. Die Komparsen in Berlin, Steinmerkel und Co. boxen sich schon warm, um als Wadlbeisser gegen Herrn Putin eingesetzt zu werden. Herr Rasmussen holt schon mal den Whisky, um die Lage weiter zu verschärfen. Monty Python würde vor Neid erblassen.Liebe Politiker und Medien, merkt ihr noch was für ein Schmierentheater ihr abliefert. Es ist eine Beleidigung der Wähler und Leser für so dumm gehalten und so respektlos behandelt zu werden.

  • @ Fredi

    Hinweise gibt es zu Hauf. Nur keine Beweise.
    Z.B. sind russische Hoheitsabzeichen aufgetaucht, die Ausrüstung der Separatisten entspricht der Kampfausrüstung der russischen Armee bis zu den weiß-blau gestreiften Unterhemden.
    Gunther Kirschbaum im DLF Interview: ...Es gibt beispielsweise Redewendungen, die nicht in der russischen Sprache in der Ukraine verwendet werden, sondern ausdrücklich und ausschließlich in Russland selbst. Es gibt eine einheitliche, sehr professionelle Bewaffnung auch dieser Kräfte. Es gibt abgehörte Telefonate. Es gibt ja auch Verhaftungen und dann wurde bei den Personen auch entdeckt, dass sie russische Dienstabzeichen haben. All das weist sehr stark auf diese Parallelen hin auch zur Krim.
    Nur der endgültige Beweis fehlt noch. Das ist aber auch nur eine Frage der Zeit.

  • Wann merkt das ukrainische Volk, daß es nur ausgenützt wird?

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