Trägerrakete diente Überwachung Nordkoreas
Japan zerstört Rakete mit Spionagesatelliten

Der Versuch Japans, zwei Spionagesatelliten in den Weltraum zu bringen, ist gescheitert. Kurz nach dem Start ordnete das Kontrollzentrum die Zerstörung der Trägerrakete an.

HB BERLIN. Der Start einer japanischen Trägerrakete mit zwei Spionagesatelliten zur Überwachung Nordkoreas ist am Samstag misslungen. Das Kontrollzentrum löste die Selbstzerstörung der H-2A-Rakete aus, wie ein Sprecher der Weltraumbehörde sagte.

Der Start gegen 05.30 Uhr MEZ verlief den Angaben zufolge zunächst nach Plan. Dann habe es jedoch «keine Chance gegeben, das Ziel der Mission zu erfüllen», sagte der Sprecher weiter. Genauere Angaben zu der Ursache des Unglücks machte er zunächst nicht.

Ende März hatte Japan erstmals in seiner Geschichte zwei Spionagesatelliten im All ausgesetzt. Auch diese beiden Satelliten dienen der Überwachung Nordkoreas, das darin eine «Provokation» sieht.

Der Start der in Japan entwickelten H2-A-Rakete war seit dem ursprünglichen geplanten Termin am 10. September bereits drei Mal wegen technischer Probleme verschoben worden. Die H2-A-Rakete gilt als Vorzeigeprojekt des japanischen Raumfahrtprogramms.

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