Tränengas eingesetzt
Straßenschlachten zwischen Christen und Moslems in Ägypten

In Ägypten ist es am Sonntag den zweiten Tag in Folge zu Straßenschlachten zwischen Christen und Moslems gekommen. Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, als etwa 100 Menschen in Alexandria mit Steinen und Flaschen aufeinander losgingen.

HB ALEXANDRIA. Die Gewalt war am Vortag nach der Beisetzung eines von einem Moslem erstochenen Kopten ausgebrochen. Ein Moslem starb nach Angaben aus Ärztekreisen an seinen Verletzungen. Der zwischen 40 und 50 Jahre alte Mann sei nach einem Stockschlag gegen den Kopf gestorben. Die Polizei hatte Tränengas eingesetzt und 55 Menschen festgenommen.

Die Christen werfen der Regierung vor, zu wenig gegen eine Zunahme von Übergriffen auf ihre Glaubensgenossen zu unternehmen. Die Behörden beschrieben den Angreifer des Kopten als geisteskrank. Aus Kreisen des Innenministeriums verlautete dagegen, der 25-Jährige habe Rache nehmen wollen für dänische Karikaturen des Propheten Mohammed. Diese hatten unter Moslems weltweit Empörung ausgelöst. Kopten machen fünf bis zehn Prozent der ägyptischen Bevölkerung aus.

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