Transatlantische Zusammenarbeit
Krimkrise schweißt Europa und USA zusammen

Vor nicht mal einem Jahr sorgte die NSA-Affäre für Ärger und Entfremdung zwischen Europa und den USA. Doch mit der Krimkrise sind die alten Gefühle wieder da, US-Präsident Obama lobt die transatlantische Zusammenarbeit.
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BrüsselDie Konfrontation mit Russland in der Krim-Krise schweißt Europa und die USA wieder enger zusammen. US-Präsident Barack Obama lobte am Mittwoch in Brüssel die exzellente transatlantische Zusammenarbeit in der Krise und betonte, wie isoliert Russland weltweit sei. Gleichzeitig drang er auf den raschen Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens, um Gasexporte aus den USA nach Europa zu erleichtern.

Nach der Annexion der bislang ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland hatten die USA und Europa vergangene Woche fast zeitgleich ganz ähnliche Strafmaßnahmen gegen Moskau beschlossen. Der Westen betont auch weiter seinen Widerstand gegen das russische Vorgehen. So sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy, das russische Vorgehen auf der Krim sei eine „Schande im 21. Jahrhundert, und wir werden das nicht anerkennen“.

Doch wird weithin angenommen, dass der Anschluss nicht rückgängig zu machen ist. Dem Westen geht es nun vor allem darum, weitere russische Vorstöße gegen die Ukraine oder andere Länder zu verhindern.

Obama sagte, sowohl in den Vereinten Nationen als auch in anderen globalen Gremien stehe Russland inzwischen ganz allein da. Dies werde sich noch verstärken, falls Russland seine Aggression gegen die Ukraine fortsetze. Die Folge wären weitere Sanktionen und wachsende Konsequenzen.

Die russische Regierung habe sich verrechnet, falls sie angenommen habe, dass die Welt sich nicht um das Vorgehen gegen die Ukraine schere, fügte der US-Präsident hinzu. Falsch sei auch die Annahme, dass sich ein Keil zwischen die USA und die Europäische Union treiben ließe.

Obamas Reise nach Brüssel gilt als Signal an die osteuropäischen Nato-Partner, dass das Verteidigungsbündnis zu ihnen steht. Gleichzeitig ermahnte der US-Präsident die Verbündeten: „Ich habe Sorge wegen der sinkenden Verteidigungsausgaben einiger unserer Partner in der Nato“, sagte er. „Die Situation in der Ukraine erinnert uns daran, dass Freiheit nicht gratis ist.“

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Krimkrise schweißt Europa und USA zusammen

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Das Freihandelsabkommen könnte Importe von Flüssiggas vereinfachen

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  • Gott sei Dank haben wir die im Großen und Ganzen ganz vernünftige Merkel an der Regierung und nicht Proleten-Schröder.

  • "Gleichzeitig drang er auf den raschen Abschluss des umstrittenen Freihandelsabkommens, um Gasexporte aus den USA nach Europa zu erleichtern."
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    Darum geht es also, wenn verlangt wird, daß wir uns von russischen Gaslieferungen unabhängig machen sollen. Wir sollen uns gefälligst in die Abhängikkeit von den Amis begeben.

    Wenn man so was liest, fügt sich ein Puzzlestein nahtlos in den anderen.
    Nur sehe ich keine "Abhängigkeit" von den Russen, weil sich diese immer als verläßliche Vertragspartner zeigten, bei denen ein Vertrag mehr wert ist als benutztes Klopapier wie z.B. in Europa.
    Europa, i.e.S. Deutschland, und Russland auseinanderdividieren, damit amerikanische Konzerne bessere Geschäfte machen können? Paßt scho'!

  • Soso Flussiggas will der Obama uns jetzt verkaufen.
    Da spielt ja die Sache mit der Krim extrem in die Karten.

    Es gibt auch andere Möglichkeiten ausser die USA und Russland für
    uns an Gas zu kommen.

    Also ich finde da muss schon mehr kommen um uns das schmackhaft
    zu machen.

    Ein allgemeines Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der EU und den
    USA wäre doch auch schonmal ein Anfang um zu sehen wie sich die
    Wirtschaftsbeziehungen dann entwickeln.

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