Treffen Anfang Juli
Bush lädt Putin in die USA ein

US-Präsident George W. Bush hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Treffen im lockeren Rahmen eingeladen.

HB POTSDAM. US-Außenministerin Condoleezza Rice teilte nach einer Sitzung der G-8-Außenminister am Mittwoch in Potsdam mit, das Treffen solle am 1. und 2. Juli im Haus von Bushs Vater, dem ehemaligen US-Präsidenten George Bush, im US-Staat Maine stattfinden. Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, Putin habe die Einladung „mit Freude“ angenommen.

Lawrow sagte, es würden nicht nur Themen angesprochen, in denen beide Seiten unterschiedliche Positionen vertreten. Er kritisierte erneut das geplante US-Abwehrraketensystem in Osteuropa und nannte es eine „ganz ernsthafte Bedrohung“, weil es zur Aufrüstung führe.

Weder von Nordkorea noch vom Iran gehe derzeit eine solche Bedrohung aus, die die Stationierung des Raketenschirms in der Nähe der russischen Grenzen rechtfertige. „Die materiellen Fakten werden aber schon geschaffen“, klagte Lawrow.

Rice betonte, dass das System Zeit brauche, um technologisch zu reifen. Erst ab 2012 könnten Basiselemente installiert werden. Sie unterstrich auch, dass das amerikanische Abwehrsystem, das in Polen und Tschechien stationiert werden soll, die russische atomare Abschreckung nicht unterlaufen könne. Russland könne den Schirm „ziemlich einfach überwinden“.

Putin habe dies am Vortag mit dem Test einer Interkontinentalrakete deutlich gemacht. „Wir stimmen mit ihm darin überein“, sagte Rice. Lawrow erwiderte: „Ich hoffe, dass wir das nicht beweisen müssen.“

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