Treffen der beiden Politiker
Blair und Ahern wollen Selbstverwaltung Nordirlands

Die Regierungschefs Großbritanniens und Irlands haben sich für eine Rückkehr zur Selbstverwaltung in Nordirland in absehbarer Zeit ausgesprochen. Dabei soll es eine Machtteilung zwischen Protestanten und Katholiken geben.

HB LONDON. Die Machtteilung sei die einzige stabile Grundlage für eine regionale Regierung, sagte der britische Premierminister Tony Blair am Dienstag nach einem Treffen mit seinem irischen Amtskollegen Bertie Ahern.

Nach Aherns Worten wäre es denkbar, bereits im Frühjahr zu den durch das Friedensabkommen von 1998 ermöglichten gemeinsamen Institutionen in Nordirland zurückzukehren. Die katholische Untergrundorganisation IRA hatte im Juli den bewaffneten Kampf für beendet erklärt. Im vergangenen Monat hatten unabhängige Experten bescheinigt, die IRA habe tatsächlich ihre Waffen zerstört.

Blair und Ahern wiesen darauf hin, dass vor der Wiedereinsetzung einer gemeinsamen Regionalregierung in Nordirland noch zwei weitere Berichte der Expertengruppe zur Beobachtung der IRA abgewartet werden müssen. Diese sind im November sowie Anfang kommenden Jahres fällig.

Die Sinn Fein-Partei, die als politischer Arm der IRA gilt, befürwortet Gespräche über eine neue Selbstverwaltung. Die radikale Protestanten-Partei DUP besteht dagegen auf einer „längeren Periode der Prüfung“ bis erwiesen sei, dass die IRA alle paramilitärischen Strukturen abgebaut habe.

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