Treffen der Finanzminister
Schäuble stärkt Slowenien den Rücken

Trotz einer Schuldenlast von sieben Milliarden Euro: Bundesfinanzminister Schäuble glaubt, dass sich Slowenien auch ohne Eurohilfen retten kann. Der Bankensektor ist aber nicht das einziges Problem.
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VilniusBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich zuversichtlich geäußert, dass Slowenien nicht als nächstes Land ein Hilfsprogramm des Euro-Rettungsfonds benötigt. „Slowenien selber sagt, sie brauchen es nicht, sie schaffen es auch ohne“, sagte Schäuble am Freitag in Vilnius vor einem Treffen der Eurogruppe. Dies sei möglich, wenn die slowenische Regierung den versprochenen Reformkurs einhalte. „Solange Slowenien selber sagt, wir schaffen das, sollten wir sie darin bestärken.“

Slowenien kämpft mit enormen Problemen im Bankensektor und gilt daher schon seit Monaten als heißer Kandidat für Hilfen aus dem Euro-Rettungsfonds. Die Geldhäuser des Landes ächzen unter einer Schuldenlast von rund sieben Milliarden Euro. Das entspricht einem Fünftel des Bruttoinlandsproduktes. Auch bemängelt die EU-Kommission schwere Ungleichgewichte in der slowenischen Wirtschaft und fordert energische Reformen. Ob die Mitte-links-Regierung es schafft, einen Antrag auf Finanzhilfe zu vermeiden, dürfte sich in den kommenden Monaten entscheiden.

Die europäischen Finanzminister kommen in der litauischen Hauptstadt Vilnius zu einem zweitägigen Treffen zusammen. Zunächst beraten die Minister der 17 Euro-Länder über die Lage der Währungsunion, dabei wird es auch um Slowenien gehen. Erwartet wird, dass sie eine Auszahlung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro an Zypern freigeben. Zu anderen Ländern mit Hilfsprogrammen wie Griechenland, Irland und Portugal sind keine Entscheidungen zu erwarten. Im Kreis aller 28 EU-Minister geht es besonders um die nächsten Schritte beim Aufbau der europäischen Bankenunion und Maßnahmen gegen Steuerhinterziehung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Treffen der Finanzminister: Schäuble stärkt Slowenien den Rücken"

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  • Nach der Wahl wird man dann gleich in Deutschland die Mehrwertsteuer auf 23 % oder 25 % anheben. Natürlich wird das dann in Brüssel für alle Staaten beschlossen - denn Frau Merkel hat ja gesagt, dass es nach der Wahl keine Steuererhöhungen gibt. Und da könne Sie eben nichts machen, da das ja in Brüssel per Mehrheitsbeschluss beschlosen wurde. So werden noch einge unliebsame Überraschungen nach der Wahl auf uns zukommen - und die Regierung kann ihre Hände in Unchuld waschen. Ein einheitlicher Mehrwertsteuersatz in derEurozone ist ja schon länger in der Diskussion !! Ich wähle AfD !!

  • Erst stärkt Herr Schäuble den Slowenen den Rücken, dann stärkt er ihren Hasuhalt mit unserem hart erarbeitenden Steuergeld ! Leute -für die Pleitestaaten werden wir auch in 20 Jahren noch bezahlen, wenn der Euro bis dahin nicht Geschichte ist - wovon ich stark ausgehe !
    Wie soll das auch mit dem Euro funktioneiren. Wie wollen (im eigentlichen Sinne) Agrarstaaten wie Griechenland, Portugal, Spanien, Slowenien und viele ander,e mit einem Hochtechnologieland wie Deutschland auf den internationalen Märkten konkurrieren. Mit etwas Landschaftsbau, ein paar regionalen Firmen und etwas Tourismus können die nie konkurrenzfähig werden. Ganz einfach : Nennen Sie mir eine große Firma ("Weltfirma") in Griechenland, in Zypern, in Slowenien, in Irland, in Portugal oder auch Spanien (nein :-) Seat ist VW :-) !!
    Und auch große Konzeren wollen sich da nicht niederlassen, weil die Verwaltungsstruktur total unübersichtlich ist oder es kaum ordentliche Verwaltung gibt ! UND - diese Länder wollen doch gar nicht so werden, wie der ordnungsliebende Deutsche oder wie andere mitteleuropäische Staaten wie Belgien, die Niederlande etc.
    Und das muss man diesen Völkern eben auch zugestehen und darf sie nicht in ein Korsett stecken !! Und jedes Land muss daher sehen, wie es seinen Haushalt selbst gestaltet, wie es selbst Steuern erhebt etc. Wenn es nicht klappt, dann muss das Land mit seiner EIGENEN Währung in die Staatsinsolvenz. Wirtschaftet das Land schlecht so darf es auch keine Kredite von anderen Ländern bekommen. Früher hieß es einmal "Am deutschen Wesen soll die Welt genesen". Herr Schäuble hat dieses Zitat wohl nicht mehr richtig in Erinnerung - denn er zitiert es so "An deutschen Spesen soll die Welt genesen".

    Leider ist unser Geld futsch !!!

  • Schäuble hat von Anfang an den großen Fehler gemacht, dass er die EURO-Zone auf "Teufel komm raus" zusammenhalten will. Mit Zahlungen über Zahlungen von deutschen Steuergeldern, will dieser Schäuble und diese Merkel diese Euro-Zone der ungleichen Wirtschaften zusammenhalten. Dabei merken diese Schäubles und Merkels nicht, dass sie mit diesen Zahlungen und Bürgschaften an die Pleite-Banken der Euroschulden-Länder-Investierten nach und nach den deutschen sozialen Wohlstand bzw. Sozialstaat aushöhlen und damit ein Ausverkauf an deutschen Bürgern stattfindet. Zum Schlud bleibt ein Armenhaus EUROPA überig. Nur weil einige meinen, krampfhaft an einer EURO-Zone festhalten zu müssen, die von vornherein keine wirtschaftliche Einheit abbildete.
    Vernunft und Verstand wählen und am 22.09.2013 AfD (Alternative für Deutschland) die Stimme geben. Zum Wohle des deutschen und europäischen Volk. Danke!

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