Treffen der G7-Finanzminister:
Schuldenerlass für die ärmsten Länder bekräftigt

Den zugesagten Schuldenerlass für die ärmsten Länder haben die sieben wichtigsten Industrieländer (G7) auf einem Treffen bekräftigt. Die G7-Finanzminister attestierten dem Wachstum der Weltwirtschaft zudem eine positive Entwicklung. Allerdings forderten sie energischeres Handeln im Bezug auf bestehende weltweit wirtschaftliche Ungleichgewichte.

WASHINGTON. Dem Internationalen Währungsfonds (IWF) sagten die sieben wichtigsten Industrieländer (G7) bei ihrem Treffen in Washington 150 Millionen Dollar für den Kredittopf zu, aus dem die ärmsten Länder bedient werden. Der Schuldenerlass bezieht sich auf die Schulden bei multilateralen Geldgebern.

Die G7-Finanzminister und Notenbankchefs forderten die Öl produzierenden Länder auf, mehr Geld für einen Fonds zur Verfügung zu stellen, der armen Länder bei Rohstoffkrisen helfen soll. Die Zusage bezieht sich auf die Schulden von zunächst 18 Ländern.

Höhere Energiekosten und weltweit zunehmende Ungleichgewichte haben nach Einschätzung der sieben führenden Industriestaaten (G7) die Risiken für die Entwicklung der Weltwirtschaft verstärkt. Der Ausblick für das Wachstum der Weltwirtschaft sei aber zunächst unverändert positiv, teilten die G7-Finanzminister am Freitag in einer Abschlusserklärung zu ihrem Treffen in Washington mit. Wie erwartet begrüßten die Minister zugleich die jüngsten Reformen in Chinas Währungspolitik.

Nach Beratungen über die Risiken durch die hohen und stark schwankenden Ölpreise appellierten die Minister an die Erdöl-Produzenten-Länder, zusätzliches Öl bereitzustellen. „Subventionen und künstliche Preisbegrenzungen, die den Preis für Öl und Ölprodukte verzerren, haben einen gegenteiligen Effekt auf dem weltweiten Markt und sollten vermieden werden“, hieß es in der Erklärung.

Angesichts bestehender weltweiter wirtschaftlicher Ungleichgewichte forderten die G7-Finanzminister ein energisches Handeln ein. Schritte zur Beseitigung der Ungleichgewichte seien etwa die Haushaltskonsolidierung in den USA und in Japan sowie weitere Strukturreformen in Europa und Japan.

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