Treffen der Machthaber
Putin lädt Kim nach Moskau ein

Auf internationalem Parkett ist Kim Jong Un ziemlich isoliert. Da flattert eine prestigeträchtige Einladung ins Haus. Offenbar möchte Russlands Präsident Wladimir Putin den Machthaber Nordkoreas in Moskau empfangen.
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TokioRussland hat nach Informationen einer japanischen Zeitung den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un nach Moskau eingeladen. Kim könne dort im Mai an den Feiern zum Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg teilnehmen und mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen, berichtete „Asahi Shimbun“ am Mittwoch unter Berufung auf Diplomatenkreise. Es wäre der erste offizielle Auslandsbesuch Kims seit seiner Machtübernahme 2011. Ob er die Einladung annehme, sei aber noch nicht klar.

Nordkorea unterstützt Russland in der Ukrainekrise. Russland sucht zudem die Allianz mit Nordkorea, um seine Erdgasexporte nach Südkorea auszubauen. Putin hatte jüngst Kims persönlichen Abgesandten empfangen und sich dabei für einen Ausbau der Beziehungen zur Stärkung der regionalen Sicherheit ausgesprochen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte im November, Nordkorea sei zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über sein Atomprogramm bereit. An den Verhandlungen nahmen neben Nordkorea die USA, Russland, Japan, China und Südkorea teil. Ziel war es, Nordkorea zur Aufgabe seines Atomwaffen-Programms zu bewegen und letztlich aus der ganzen koreanischen Halbinsel eine atomwaffenfreie Zone zu machen. Die Gespräche kamen aber nicht voran und wurden ausgesetzt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Treffen der Machthaber: Putin lädt Kim nach Moskau ein "

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  • Der Putin zeigt es jetzt massiv dem Westen

  • Nordkorea ist mit China eng verbunden und wird sich nicht zwischen zwei Stühle setzen . Deutsche Niederlage und Nordkorea
    sind nicht so interessant für Kim Jong, er sieht wie lange die SED
    gebraucht hat um mit neuen Namen wieder Fuß zu fassen. Ihm würde keine Chance geboten bei einer Wiedervereinigung und er würde wohl als Kriegsverbrecher verurteilt werden.

    Wenn Putin noch jemand braucht zu seinen Siegesfeiern , sollte er die Grünen,SPD und Merkel einladen die führen seit Jahrzehnten einen politischen Krieg gegen die eigenen Bürger. Die kommen gerne und Özdemir,Roth,Beck,Gabriel,Merkel etc

    sollten eine Redezeit bekommen, da werden die Russen sich ansehen und staunen!

  • und doch ist er "Machthaber Nordkoreas"...

    ... d.h. man muss mit ihm sprechen, ob man möchte oder nicht.

    Da man nicht weiß was das Ziel Russlands Strategie ist, sind Spekulationen zumeist irreführend.
    Bei guten Beziehungen des Westens zu Russland wären diese Kontakte auch für und von Vorteil.
    Aber anscheinend ist uns das doch nicht so wichtig...

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