Treffen Fischer-Karsai
Deutschland stockt Hilfe für Afghanistan auf

Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hat dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai am Sonntag bei einem Treffen in Berlin versprochen, dass Deutschland seine Wiederaufbau-Hilfe für Afghanistan über die bisherigen Verpflichtungen hinaus verstärken will.

HB BERLIN. Es müsse alles getan werde, um das Wiedererstarken des Terrorismus in Afghanistan zu bekämpfen, sagte Fischer vor Journalisten.

Nach der ersten freien Präsidentschaftswahl in Afghanistan an diesem Samstag solle mit deutscher Unterstützung der Aufbau der Polizei auch in den Provinzen in Angriff genommen werden, sagte Fischer. Vordringlich sei ferner die Verbesserung der Grenzsicherung, vor allem zur Unterbindung des Drogenschmuggels.

Karsai zeigte sich für den Urnengang optimistisch. Seine Regierung könne „große Erfolge“ vorweisen, sagte er in Berlin und verwies unter anderem darauf, dass es inzwischen freie Medien und eine nationale Währung gebe und dass 3,5 bis vier Mill. Flüchtlinge wieder zurückgekehrt seien. Karsai stellt sich am Samstag zur Wahl.

Der afghanische Präsident dankte Deutschland für die finanzielle Unterstützung und die Entsendung von Soldaten. Bei der Frage zum zeitlichen Verbleib internationaler Truppen in seinem Land wollte er sich nicht festlegen. Derzeit umfasse die afghanische Armee 15 000 Mann, notwendig seien aber 70 000. Karsai weilte zur Entgegennahme des Quadriga-Preises des Vereins „Werkstatt Deutschland“ in Berlin.

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