Treffen in Teheran
Atomgespräche im Iran haben begonnen

IAEA-Chef Amano hat die Atomgespräche am Montag in Teheran eröffnet. Dort wird er unter anderem den Direktor des iranischen Atomprogramms treffen. Vor seinem Abflug in den Iran hatte sich Amano optimistisch geäußert.
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TeheranDer Chef der internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukio Amano, hat in Teheran Gespräche über das umstrittene iranische Atomprogramm begonnen. Zum Auftakt traf er am Montag mit dem Direktor des iranischen Atomprogramms, Ferejdun Abbasi, zusammen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Isna berichtete.

Am Nachmittag wollte Amano zunächst mit Atom-Chefunterhändler Said Dschalili und später mit Außenminister Ali Akbar Salehi sprechen. Bei seiner Ankunft war Amano auf dem Flughafen vom iranischen IAEA-Botschafter Ali Asghar Soltanieh begrüßt worden.

Vor seinem Abflug nach Teheran hatte sich Amano optimistisch geäußert. Es sei zwar nicht sicher, ob man einen Blick hinter die Kulissen des iranischen Atomprogramms vertraglich vereinbaren könne, aber durchaus möglich, sagte Amano am Sonntagabend in Wien. Er wolle bei der iranischen Führung Möglichkeiten zur unbehinderten Überprüfung der Atomanlagen durch IAEA-Experten ausloten. „Nichts ist sicher, aber bleiben wir positiv“, sagte Amano.

Der Iran verweigert bislang den Zugang zu bestimmten Forschungszentren, in denen nach Vermutung des Westens an geheimen Militärprogrammen zum späteren Bau von Atomwaffen gearbeitet wird. Das Land leidet aber unter den vom Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen und könnte daher zu Zugeständnissen bereit sein.

An diesem Mittwoch treffen sich die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates - USA, Russland, Frankreich, Großbritannien, China - und Deutschland in Bagdad zu möglicherweise entscheidenden Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm. Die Gespräche gelten als letzte Chance, mögliche Militärschläge Israels gegen iranische Atomanlagen abzuwenden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Treffen in Teheran: Atomgespräche im Iran haben begonnen"

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  • ich tippe mal die 1.
    diese wahnsinnigen Politiker und Oligarchen!

  • Hier wird wieder der Eindruck erweckt, dass die IAEA ansonsten bei ihrer Tätigkeit in Iran behindert würde, was nicht stimmt. Allen seinen Verpflichtungen kommt das Land nach - die IAEA hat kein rechtliches Mandat für Inspektion von Anlagen die nicht im direkten Zusammenhang mit dem Atomprogramm stehen. Erlaubt Iran also die Inspektion von z.B. Parchin (wie in 2005 schon zweimal), ist das ein Entgegenkommen. Da die IAEA ihre Unabhängigkeit aufgegeben hat und sich zum politischen Instrument der USA machen ließ, wird wohl Amano um Vertrauen werben müssen. Ist doch z.B die Weitergabe vertraulicher Informationen durch die IAEA dafür verantwortlich, dass iranische Atomwissenschaftler ermordet werden. Die IAEA sollte sich auf ihre Aufgaben zurückbesinnen, die auch darin besteht,die Mitgliedsländer des NPT in ihren rechtmäßigen Programmen zu unterstützen. Die Ansichten Irans zum Atomstreit fasst die iranische Botschaft hier zusammen: http://irananders.de/home/news/article/faq-die-nuklearaktivitaeten-irans.html

  • Nun macht mal ordentlich los.
    Lasst die Säbvel rasseln.

    GR wird aus dem € austreten und da muss einfach ein Ablenkungsmanöver gestartet werden.

    wir hätten anzubieten:

    1. Israel bombardiert den IRAN
    2. Unruhen der Eisbären wegen Klimawandel
    3. Afganistan verweiger die weltweite Versorgung mit Drogen


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