Treffen mit Berlusconi
Russland will Rubel zur Reservewährung machen

Für den kommenden G8-Gipfel hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew Großes vor: Der russische Rubel solle zu einer Reservewährung werden, die ihm international mehr Gewicht verleiht, kündigte Medwedew am Samstag bei einem Treffen mit Italiens Regierungschef Berlusconi an.

HB BARWICHA. In der Debatte um das internationale Währungssystem hat Russland seine Forderung nach einer stärkeren Rolle des Rubel bekräftigt. Auf dem nächsten Gipfel der sieben größten Industrienationen und Russlands (G8) im Juli solle der Rubel zu einer Reservewährung gemacht werden, sagte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Samstag nach einem Treffen mit Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi, der Gastgeber des Gipfels ist. Die G8 sollte zudem eine neue Weltreservewährung schaffen. Das ist seit dem zweiten Weltkrieg unbestritten der US-Dollar.

China hatte vor einigen Monaten eine Diskussion um die Ablösung des US-Dollars als Weltleitwährung angestoßen und eine verstärkte Nutzung der IWF-Sonderziehungsrechte (SZR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeschlagen. Russland forderte daraufhin auch für den Rubel eine größere Rolle im internationalen Währungssystems. Dieses müsse gestärkt und fairer gestaltet werden, bekräftigte Medwedew am Samstag.

Berlusconi sagte nach dem Gespräch mit Medwedew, der Höhepunkt der Krise sei überschritten und Besserung bald in Sicht.

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