Treffen mit Mugabe
Südafrikas Präsident Mbeki sieht keine Krise in Simbabwe

Der Streit um die Präsidentenwahl in Simbabwe stellt nach Ansicht des südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki keine Krise für das Land dar. „Das ist ein normaler Vorgang im Zusammenhang mit den Wahlen“, sagte Mbeki nach einem einstündigen Treffen mit seinem simbabwischen Kollegen Robert Mugabe am Samstag in Harare.

HB HARARE. Mbeki rief zudem zu Geduld auf, was die Veröffentlichung des Wahlergebnisses angehe. Allein die Wahlkommission von Simbabwe sei befugt, das offizielle Resultat der Präsidentenwahl bekanntzugeben. Mbeki und Mugabe trafen sich erstmals seit der Präsidentenwahl vom 29. März, für die noch immer kein offizielles Ergebnis vorliegt.

Im Tagesverlauf sollte sich in Sambia die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) mit dem Thema Simbabwe und den zunehmenden Spannungen in der früheren britischen Kolonie befassen. Der 84-jährige Mugabe wollte nicht an dem Treffen teilnehmen. Er begründete seine Entscheidung nach dem Treffen mit Mbeki damit, dass er sich „anderen Aufgaben“ widmen müsse. Er werde sich jedoch vertreten lassen, sagte Mugabe. Oppositionsführer Morgan Tsvangirai von der Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) will dagegen zu dem Treffen reisen. Er reklamiert den Sieg bei der Präsidentenwahl für sich. Seine Partei kämpft derzeit vor Gericht für eine sofortige Veröffentlichung des Abstimmungsergebnisses. Die Opposition befürchtet eine Fälschung des Resultats.

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