International
Trittin will Korrekturmöglichkeit beim Emissionshandel

Der Bundesumweltminister hat die Genehmigung des deutschen Konzepts für den Emissionshandel durch die EU als "ein erfreuliches und richtungweisendes Signal" bezeichnet. Deutschland werde die Emissionszertifikate "ohne Änderungen bis zum 30. September zuteilen.

HB BERLIN. Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne) hat die Genehmigung des deutschen Konzepts für den Emissionshandel durch die Europäische Kommission als "ein erfreuliches und richtungweisendes Signal" bezeichnet. Deutschland werde die Emissionszertifikate "ohne Änderungen bis zum 30. September zuteilen", sagte Trittin dem Handelsblatt. "Durch den Emissionshandel wird die deutsche Industrie bis 2010 rund 500 Mill. Euro einsparen."

Gleichzeitig dringt Trittin darauf, die Zuteilung von Emissionsrechten nachträglich korrigieren zu können. Das hatte EU-Kommissarin Margot Wallström untersagt, weil nachträgliche Korrekturen den Emissionshandel verzerrten. "Wer künftig ein Zementwerk schließt und die Arbeitnehmer entlässt, kriegt dafür auch noch eine Gutschrift, die er an der Emissionsbörse versilbern kann", kritisierte Trittin. Er verwies darauf, dass Deutschland sich mit der Überprüfung eines möglichen Missbrauchs beim Emissionshandel bis 2006 Zeit lassen könne. Bis dahin habe die Bundesregierung die Kommission "hoffentlich von der Logik unserer Argumente überzeugt".

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