Troika
Durchbruch bei Verhandlungen in Athen in Sicht

Ungewohnt positiv und optimistisch äußern sich die Kontrolleure der Geldgeber am Freitag. Ihre Verhandlungen drehen sich um die verlangten Reformen von Griechenland – und um die Auszahlung von weiteren Milliarden.
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AthenIm Tauziehen bei den Verhandlungen der Geldgeber-Kontrolleure um die verlangten Reformen von Griechenland scheint ein Durchbruch in Sicht. „Alles läuft gut“, sagte einer der Kontrolleure der Geldgeber der Nachrichtenagentur dpa am Freitag - für die ansonsten verschwiegenen Prüfer eine ungewöhnlich positive Aussage.

Die Verhandlungen mit der Troika aus EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) sollten bis Sonntag weitergehen. „Wir rechnen mit einem guten Ende nach der Sitzung der Eurogruppe am Montag“, sagte ein Mitarbeiter des Finanzministeriums in Athen der dpa.

Es geht um die Auszahlung einer weiteren Kredittranche von 8,1 Milliarden Euro bis Ende Juli. Beim wichtigsten Thema, der sogenannten „Mobilitätsreserve“, in die mindestens 12 500 Staatsbedienstete geschickt werden sollen, scheint ein Durchbruch unmittelbar bevorzustehen.

Verwaltungsreformminister Kyriakos Mitsotakis hat nach Informationen aus seinem Ministerium am Freitag den Kontrolleuren genau aufgeführt, aus welchen Bereichen diese Angestellte kommen sollen. Einige sollen in eine Art Reserve bei reduzierten Bezügen gehen. Andere sollen in andere Behörden versetzt werden, wo es an Personal mangelt.

Wie die Nachrichtenagentur dpa erfuhr, sollen 3500 Kommunalpolizisten zur regulären Polizei versetzt werden. Rund 5000 Lehrer sollen auch in dieses „Karussell“ der Versetzungen oder Entlassungen aufgenommen werden. Der Rest soll aus verschiedenen anderen Behörden kommen. Die Troika soll bereit sein, einem Aufschub bis September bei den endgültigen Entscheidungen zuzustimmen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Natürlich wird es „ein gutes Ende“ geben. Denn vor der BT-Wahl muss ja alles möglichst geräuschlos vonstatten gehen. Da kann man keine die Bürger aufschreckenden, deutschenfeindlichen, Solidarität erzwingenden Rufe aus GR gebrauchen.
    Was soll denn sonst der deutsche Wähler denken!
    Womöglich, dass die vielen und superteuren Rettungsaktionen alle für die Katz waren?
    Oder dass die ganze Zeit die Euro-Rettungs-Kritiker Recht hatten?
    Also: psssst… Geld her oder wir werden laut…

    Nebenbei: die griechische Regierung hat NICHT die Absicht, irgendwelche Beamte in den Ruhestand etc zu schicken. Sie verbreitet in den Medien, dass sie wahrscheinlich nur die betroffenen Personen „umsetzen“ wird. „Personalmangel“… tsss.
    Toll. Das bringt’s natürlich. In Deutschland wird uns das sicher wieder als „Umsetzung der Forderungen“ und als „Erfolg“ verkauft.
    Ich wähle im September die Alternative für Deutschland.

  • @Rene

    Sorry, aber es müsste heissen : "Und wieder werden ihre Spareinlagen bein Banken und versicherungen durch europäische Steuerzahler abgesichert."

    Wenn sie kein Transferempfänger sind, seien sie froh wie es läuft.

  • Und wieder wird der Zahlmeister Europas, Deutschland, ausgelacht und verspottet.
    Ein neuer Tag, eine neue Milliarde.

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