Trojaner aus China
Datendiebe auf Regierungscomputern

Das Innenministerium hat bestätigt: Die Computer der Bundesregierung werden ständig – bislang erfolglos – von Datendieben über das Internet attackiert. Delikat wird diese Aussage vor dem Hintergrund eines Medienberichts, der als Absender der Spionageprogramme die chinesische Volksbefreiungsarmee nennt.

HB BERLIN. Trojanerangriffe auf Computer der Bundesregierung haben bislang keinen Erfolg gehabt. Solche Attacken seien ein ständiges Problem, vor allem bei der Wirtschaftsspionage, aber es habe bisher keine Schäden gegeben, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Christian Günter Sachs, am Samstag in Berlin. Das für die Sicherheit zuständige Bundesamt habe erfolgreich entsprechende Vorkehrungen getroffen.

Der „Spiegel“ berichtete, zahlreiche Computer in Bundesministerien seien mit Spionageprogrammen aus China infiziert. Das sei das Ergebnis einer Überprüfung, die der Verfassungsschutz und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vorgenommen hätten. Neben dem Kanzleramt seien das Wirtschaftsministerium, das Forschungsministerium und das Auswärtige Amt betroffen.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm wollte dazu keine Stellungnahme abgeben. Er begründete dies mit der Vertraulichkeit der Themen. Bundeskanzlerin Angela Merkel bricht am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch nach China auf. Wilhelm betonte, Merkel spreche generell mit den Vertretern der chinesischen Seite über den Schutz geistigen Eigentums.

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