Trotz Atomstreits
IAEO-Inspekteure besuchen Iran

In Teheran ist eine Gruppe von Inspekteuren der internationalen Atombehörde IAEO eingetroffen. Trotz des Atomstreits mit dem Westen will die iranische Atombehörde mit ihnen sprechen.

HB TEHERAN. Die Inspekteure wollen über das umstrittene Nuklearprogramm des Landes verhandeln. Der Besuch des IAEO-Teams erfolge im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags, zitierte die Nachrichtenagentur ISNA einen Sprecher der iranische Atombehörde. Damit handelt es sich nicht um eine unangemeldete Inspektion iranischer Atomanlagen.

Solche Inspektionen - gemäß eines Zusatzprotokolls des Atomwaffensperrvertrages hatte Teheran vor einer Woche unterbunden, nachdem die IAEO entschieden hatte, den Weltsicherheitsrat einzuschalten. Das Gremium soll aber erst aktiv werden, wenn Teheran die Forderungen der IAEO - darunter die nach Einstellung aller Aktivitäten zur Urananreicherung - bis zum 6. März nicht erfüllt. Der Westen verdächtigt Iran, das angereicherte Uran zum Bau von Atombomben verwenden zu wollen.

Der Sprecher der Atombehörde verwies darauf, dass für kommenden Donnerstag in Moskau Gespräche über eine Anreicherung iranischen Urans in Russland anberaumt sind. Ein solcher Schritt gilt als möglicher Kompromiss in dem Atomstreit. Am Vormittag hatte Staatspräsident Mahmud Ahmadinedschad erneut gedroht, Iran werde seinen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag nicht mehr nachkommen, sollte der Westen harte Maßnahmen gegen sein Land ergreifen. Iran habe ein Recht auf die friedliche Nutzung von Atomkraft, sagte Ahmadinedschad auf einer Kundgebung zum 27. Jahrestag der islamischen Revolution vor zehntausenden Zuhörern in Teheran.

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