Trotz der US-Luftangriffe
IS beschießt Zentrum von Kobane mit Granaten

Vor allem ein strategisch wichtiger Hügel wird hart umkämpft: IS-Kämpfer feuern Granaten ins Zentrum von Kobane, sie wollen die syrische Grenzstadt einnehmen. Trotz der US-Luftangriffe können sie weiter vorrücken.
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MursitpinarDie Kämpfer der Islamisten-Miliz IS versuchen weiter, die Stadt Kobane an der syrisch-türkischen Grenze von drei Seiten aus sturmreif zu schießen. „Sie feuern mit Mörsergranaten ins Stadtzentrum, und wir haben nur leichte Waffen“, sagte der Chef der Kobane-Verteidiger, Esmat al-Scheich, am Montag in einem Telefonat mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Umkämpft ist vor allem ein strategisch wichtiger Hügel, dessen Einnahme den Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) einen ungehinderten Einfall in Kobane ermöglichen würde. „Sollten sie in Kobane einmarschieren, wird die Stadt zum Friedhof für uns und für sie“, sagte Scheich. „Wir werden Widerstand leisten bis zum Ende.“

Ungeachtet der Luftangriffe, die die USA und einige Golfstaaten seit Tagen gegen die IS-Milizen in Nordsyrien fliegen, rückten die Dschihadisten weiter auf die Stadt vor. Dort wird die Lage für die Bevölkerung immer schwieriger. Ein Übersetzer der kurdischen Partei PYD sagte Reuters, die Stadt sei von der Wasser- und Stromversorgung abgeschnitten.

An der türkischen Grenze in Sichtweite der Stadt fuhren am Montag wieder Panzer des Nato-Mitglieds auf, die Geschützrohre Richtung Syrien ausgerichtet. Schon vergangene Woche hatte die türkische Armee einmal Panzer an der Grenze postiert, nachdem Querschläger von syrischen Gebiet aus dort eingeschlagen waren.

Das türkische Parlament hat der Regierung grünes Licht für Einsätze in Syrien und im Irak gegeben, allerdings gab es keine Hinweise darauf, dass eine solche Militäraktion unmittelbar bevorsteht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Trotz der US-Luftangriffe: IS beschießt Zentrum von Kobane mit Granaten"

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  • Sollte die IS die Stadt Kobane einnehmen, wäre das ein Gesichtsverlust für die militärische Allianz gegen die IS. Es mutet angesichts des Flüchtlingselends seltsam an, wenn eine Stadt aus freiem, einsichtbarem Gelände angegriffen wird und die anscheinend bestens ausgerüstete Allianz dem nichts entgegenzusetzen hat. So langsam kommen mir Zweifel auf, ob die militärstrategische Ausrichtung der Allianz unter Führung der USA gegen diese Terroristen etwas bewirken kann. Sollte Kobane fallen, hätte dies verheerende Folgen, denn es könnte der Bündnisfall für die Nato ausgelöst werden. Vielleicht wird aber durch die zögerliche Haltung der USA und der Türkei genau das bezweckt, wer soll schon diese Taktierereien durchschauen?

  • Die USA könnten die IS stoppen, wenn sie wollten, wollen sie aber nicht. Die IS ist ihr Argument und Instrument für das Eingreifen jeder Art im nahen Osten und anderswo. Wer glaubt, diese IS hat irgendetwas mit dem Islam zu tun, ist komplett naiv. Alle islamischen Verbände haben sich distanziert. Es geht um Geopolitik und Öl, wie immer.

  • Es ist vielsagend, bezeichnend, wenn es der USA und ihren Verbündeten sonderbarerweise nicht gelingt, trotz Aufklährungen und Bombardements, die Unternehmungen der IS zu stoppen bzw. zu verhindern.

    Möchte man einen sich lang hinziehenden Konflikt, um ganz bestimmte Interessen zu verwirklichen? Und, - wer ist denn der Lieferant ihrer modernen Waffen - und wie ist es ihnen möglich, über Ländergrenzen hinweg diese und weiteren Nachschub von Munition zu erhalten.
    Oder hat die IS fliegende Teppiche?

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