Trotz Fortschritten
Kein Durchbruch bei Atomgesprächen mit Iran

Nach dreitägigen Atomgesprächen mit dem Iran äußern sich die Beteiligten optimistisch: Die EU-Außenbeauftragte Ashton sieht „konkrete Fortschritte“, aus Sicht des britischen Außenministers ist eine Einigung greifbar.
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GenfTrotz guter Fortschritte ist bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm in Genf kein Durchbruch gelungen. Nach dreitägigen intensiven Gesprächen wurde am Sonntagmorgen die Vertagung auf den 20. November bekannt gegeben. Es seien „konkrete Fortschritte“ erreicht worden, doch blieben einige offene Fragen, sagte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton. Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sagte, er sei „keineswegs enttäuscht“.

„Die Genfer Verhandlungen haben Fortschritte ermöglicht“, sagte der französische Außenminister Laurent Fabius, der als erster den Abbruch der Gespräche bekanntgab. „Aber wir haben keinen Abschluss finden können, weil es noch offene Fragen gibt.“ Als Sarif später mit Ashton offiziell das Ende der Gespräche verkündete, lobte er die Gesprächsatmosphäre. Alle seien auf der „selben Wellenlänge“ gewesen und die Gespräche „produktiv“ verlaufen, sagte Sarif.

Der scheidende Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sagte am Sonntag, es habe „substantielle Fortschritte“ gegeben, die Verhandlungsteilnehmer seien seit Jahren noch nicht so nah an einer Einigung gewesen. Sein britischer Kollege William Hague sagte, eine Einigung sei in greifbarer Nähe. „Eine Einigung liegt auf dem Tisch und sie kann erzielt werden“, sagte Hague dem Fernsehsender BBC. Die Beteiligten müssten die entstandene Dynamik in dem Verhandlungsprozess nutzen.

Am Samstag waren auch der russische Außenminister Sergej Lawrow und der chinesische Vize-Außenminister Li Baodong in Genf eingetroffen. Am Freitag waren bereits überraschend die Außenminister der USA, Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens angereist. Ihr Teilnahme hatte die Hoffnung auf einen Durchbruch in dem langjährigen Streit um das iranische Atomprogramm genährt, das vom Westen verdächtigt wird, auch militärischen Zwecken zu dienen.

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