Trotz Inflationsentwicklung
Slowakei kann Euro einführen

Grünes Licht für die Solwakai: EU-Kommission und EZB halten das Land reif für die Einführung des Euro. Bratislava will die Gemeinschaftswährung nun zum kommenden Jahreswechsel einführen.

HB BRÜSSEL. Das frühere Ostblockland erfülle die Maastrichter Beitrittskriterien, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit. Die Slowakei, die der EU seit Mai 2004 angehört, ist damit das 16. Land, das die Gemeinschaftswährung einführt und nach Slowenien das zweite osteuropäische Land.

Auch die Europäische Zentralbank gab der Slowakei grünes Licht. Die EZB hat allerdings erhebliche Bedenken wegen der künftigen Inflationsentwicklung. Die Inflationsrate habe zuletzt mit 2,2 Prozent deutlich unter dem aktuellen Referenzwert von 3,2 Prozent gelegen, heißt es in einem EZB-Bericht. Die Rate könnte künftig wegen der fehlenden Abwertungsmöglichkeiten, Engpässen am Arbeitsmarkt und beschleunigter Lohnsteigerungen klettern, schrieb die Bank.

Kritisch sieht die EZB auch die Entwicklung des Haushaltsdefizits in der Slowakei und forderte die Regierung zum Sparen auf. Zudem forderte die Notenbank weitere Reformen am Arbeitsmarkt.

Die EU-Finanzminister müssen der Empfehlung der Kommission nun grundsätzlich zustimmen. Dies dürfte bei ihrem Treffen im Juni erfolgen. Danach bedarf es der politischen Unterstützung der EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfeltreffen am 19. und 20. Juni in Brüssel. Auch das Europäische Parlament muss seine Stellungnahme abgeben.

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