Trotz Iran-Abkommen
Eine Welt ohne Atombomben? Keine Chance!

Der Iran verzichtet auf den Bau einer nuklearen Bombe. So sieht es das Atom-Abkommen vor. Schon vor 13 Jahren schlossen die USA und Russland ein Abrüstungsabkommen. Trotzdem: Eine Welt ohne Atombomben ist nicht in Sicht.
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DüsseldorfAls vier hochrangige Politiker aus den USA am 4. Januar 2007 im „Wall Street Journal“ eine Zukunft frei von nuklearen Waffen propagierten, horchte die Welt auf. Denn die Autoren waren niemand geringeres als die ehemaligen US-Außenminister Henry A. Kissinger und George P. Shultz, der frühere Verteidigungsminister William Perry und Sam Nunn, einst Vorsitzender im Streitkräfteausschuss des Senats. Die vier „Elder Statesmen“ aus der Ära des Kalten Krieges wollten Bewegung in den Prozess der nuklearen Abrüstung bringen, bevor die Welt den Weg in die nukleare Anarchie geht.

Sie haben begriffen, dass die Gefahr einer Verbreitung von Atomwaffen – und ihres möglichen Einsatzes – nach dem Ende des Kalten Krieges nicht kleiner geworden ist, sondern eher größer. „Das Ziel einer atomwaffenfreien Welt muss ein Gemeinschaftsziel werden“ appellierten Kissinger und die anderen. Und sie wurden gehört. „Das Fenster der Geschichte ist geöffnet“, rief Frank-Walter Steinmeier Henry Kissinger auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2009 zu.

Heute ist die Enttäuschung über das Ausbleiben der von ihnen erwarteten weitreichenden Abrüstungsschritte groß. Und das dürfte auch noch eine Weile so bleiben. Denn Nuklearwaffen haben ihre sicherheitspolitische Bedeutung noch lange nicht eingebüßt. Seit Ende des Kalten Krieges war der politische und militärische Stellenwert von Atomwaffen, auch mit Blick auf die Ukraine-Krise, noch nie so hoch wie heute. Russlands Präsident Wladimir Putin kündigte an, bis zum Jahresende 40 neue Interkontinentalraketen anzuschaffen, die auch mit atomaren Sprengköpfen bestückt werden können.

„Die Ukraine-Krise hat Atomwaffen wieder in den internationalen Fokus gerückt“, sagt Matthew Cottee, Experte für Nichtverbreitung und Abrüstung am Londoner Institut für Strategische Studien (IISS), dem Handelsblatt. Insbesondere Russland habe seinen Status als Nuklear-Macht gefestigt, wovon sich der Kreml Respekt verspricht. „Der Konflikt in der Ukraine hat die Möglichkeit auf ein Abkommen für eine vollständige Abrüstung zwischen den USA und Russland auf unabsehbare Zeit in weite Ferne gerückt.“ Auch wenn ein erneutes Wettrüsten aus Sicht Cottees unwahrscheinlich scheint, der militärische und politische Wert von Atomwaffen befinde sich auf einem Allzeithoch.

Auf der ganzen Welt existieren noch etwa 15.700 atomare Sprengköpfe. Mitte der 1980er-Jahre waren es noch etwa 70.000. Zahlreiche Abkommen haben über die Jahre dafür gesorgt, dass es – wenigstens in kleinen Schritten, vorangeht. Aber seit einigen Jahren verringern sich die Arsenale nicht mehr groß. Stattdessen haben die USA und Russland mit einer Modernisierung begonnen.

Die beiden Großmächte verfügen über 95 Prozent aller auf der Welt verbreiteten strategischen und taktischen Atomwaffen. Als strategische Waffen gelten Nuklearsprengköpfe, die durch Interkontinentalraketen, auf U-Booten stationierte Raketen oder Fernbomber ins Ziel gebracht werden und jeweils das andere Land erreichen können. Zudem werfen sich beide Mächte gegenseitig vor, bestehende Abkommen zu brechen. Das Ziel „Global Zero“ – wie es US-Präsident Barack Obama und auch Kremlchef Wladimir Putin einst postuliert hatten – ist wieder in weite Ferne gerückt. Die Ära der Abrüstung scheint vorerst vorbei.

Global Zero, so hieß lange Zeit das Schlagwort unter dem die Idee einer nuklearwaffenfreien Welt diskutiert wurde. Manche allerdings halten sie für realitätsfremd, sind davon überzeugt, dass der Besitz von Atomwaffen die beste Garantie sicherheitspolitischer Stabilität und damit des Friedens bleibe.

Hans Kristensen, Direktor des nuklearen Informations-Programms der Federation of American Scientists sieht zwar, dass die USA, Russland und Großbritannien ihre Bestände stetig verkleinern. Dafür aber China, Pakistan und Indien ihr Arsenal weiter ausbauen. „Das ist der Trend seit dem Kalten Krieg“, sagt Kristensen dem Handelsblatt. Überhaupt habe sich die Abrüstung seit den 1990er-Jahren extrem verlangsamt. „Keine der Atommächte hat Pläne zur vollkommenen Eliminierung ihrer Atomwaffen vorgelegt. Und in absehbarer Zeit scheinen sie das auch nicht vorzuhaben.“

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  • Die Eigenart des Menschen sich gegenseitig kunstvoll umzubringen ist sicherlich eine negative Begleiterscheinung unserer Spezi. Das man als Mensch die modernste und effektivste Technik dazu nutzt, ist plausibel. Sofern man keine effektiveren Waffen erfindet ist es völlig unrealistisch zu meinen dass man auf solche Waffen verzichtet.

    Allerdings hat der Mensch noch eine viel grausamere Eigenart als moderne Waffen zu bauen. Es sind Ideologie bzw. Religion.

    Der Radikalfeminismus propagiert die dominante, beruflich aktive Frau. Gemessen an den Geburtenquoten der 60er Jahre hat dies in Deutschland ca. 30 Mio. Menschen gekostet. Das ist ein 5-faches des Weltkriegs II und ein 300 - faches der beiden Atombombenabwürfe.

    Der Marxismus hat die Welt durch aktives Töten und verhungern lassen unerwünschter Zeitgenossen ca. 40 - 50 Mio. Menschen gekostet.

    Die Ökoreligion propagiert mit fiktiven Weltuntergangskatastrophen wie "Klimawandel", "Waldsterben", Dämonischen Atomstrahlen, gräuslichen Genkreaturen eine Rückkehr in ein vorindustrielles Zeitalter. Wieviel Menschen die Verbrennung von Lebensmitteln (Bioenergie) bislang gekostet hat, kann man nur erraten. Eine Welt im Mittelalter könnte sicherlich keine 7,4 Mrd. Menschen ernähren.

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