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Trotz Kritik: Teheran feiert drei neue Atomprojekte

Bei einem Festakt erklärt der iranische Präsident Ahmadinedschad drei neue Projekte der Nuklearforschung für eröffnet - und feuert eine verbale Breitseite gegen den Westen ab.

TeheranUngeachtet aller Kritik schreitet der Iran mit seinem Atomprogramm voran. In einer vom Staatsfernsehen übertragenen Feierstunde nahm der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Mittwoch drei neue Atomprojekte in Betrieb. Per Videoübertragung schaltete er eine Anlage zur Urananreicherung in Natans frei, wie der Sender Irib berichtete.

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In der mitteliranischen Einrichtung soll Uran auf 20 Prozent angereichert werden. Außerdem sollen dort künftig neuartige Zentrifugen dreimal so schnell wie ältere Modelle arbeiten. Erstmals wurden im Iran hergestellte Brennstäbe in einem medizinischen Forschungsreaktor in Teheran installiert, wie es weiter hieß.

Iran

Gleichzeitig traf am Mittwoch eine schriftliche Anwort des Irans auf das Angebot der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton zu Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm ein. Über den Inhalt des Schreibens des iranischen Chefunterhändlers Said Dschalili wurde zunächst nichts bekannt. „Wir haben heute einen Brief von Dr. Dschalili als Antwort auf einen Brief von Frau Ashton vom Oktober 2011 bekommen“, sagte Ashtons Sprecherin Maja Kocijancic lediglich.

An der Feierstunde am Sitz der iranischen Atomorganisation in Teheran nahmen neben Ahmadinedschad auch Außenminister Ali-Akbar Salehi und die Eltern der jüngst ermordeten iranischen Atomwissenschaftler teil. Zuletzt war im Januar ein tödlicher Bombenanschlag auf Professor Mostafa Ahmadi Roshan verübt worden. Bei ähnlichen Attentaten waren 2010 zwei weitere Forscher getötet worden.

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„Dies ist ein weiterer großer Schritt in der iranischen Nuklartechnologie“, sagte Ahmadinedschad bei der Feierstunde in Teheran. Dieser Weg werde entschlossen fortgesetzt, alle Drohungen des Westens würden ignoriert. „Der Westen will uns gegenüber seinen Willen durchsetzen und erwartet von uns, dass wir blind unterzeichnen, was er will, aber das wird niemals geschehen.“

Ahmadinedschad sagte, die Zahl der Zentrifugen in Natans sei von 6000 auf 9000 erhöht worden. Ziel dieser „nuklearen Errungenschaften“ sei die zivile Nutzung; der Iran arbeite nicht an einem geheimen Waffenprogramm.

Zu einer weiteren Atomanlage in Fordo rund 160 Kilometer südlich von Teheran machte er keine Angaben. Viele hatten erwartet, dass Ahmadinedschad auch die Eröffnung dieser unterirdischen Anlage verkünden werde. Fordo war lange geheim gehalten worden und sollte in diesem Februar den Betrieb aufnehmen. Dort soll ebenfalls Uran bis auf 20 Prozent angereichert werden. Eine 20-prozentige Anreicherung reicht nicht zum Bau von Atomwaffen aus.

Irans umstrittene Atomanlagen

  • Natans

    In der unterirdischen Fabrik südöstlich von Teheran wird schwach angereichertes Uran produziert. Es wird für die Stromgewinnung, aber in hoch angereicherter Form auch für Atomwaffen benötigt. Für den Bau einer Atombombe müsste Uran auf 80 Prozent und mehr angereichert werden.

  • Ghom

    2009 gab Teheran die Existenz einer weiteren, lange geheim gehaltenen Anreicherungsanlage südlich von Teheran zu, die noch nicht in Betrieb ist. Die Fabrik in einem Tunnelsystem auf einem früheren Militärgelände nahe der Schiiten-Hochburg Ghom bietet Platz für 3000 Zentrifugen zur Urananreicherung.

  • Buschehr

    Nach der islamischen Revolution von 1979 zog sich die deutsche Kraftwerk Union (KWU) aus dem Projekt zurück. Später stiegen die Russen in Buschehr ein. In den beiden Atomreaktoren im Südwesten des Landes wurden im Oktober 2010 die ersten aus Russland gelieferten Brennelemente geladen - 35 Jahre nach Baubeginn. Im September 2011 ging Irans erstes Atomkraftwerk offiziell in Betrieb.

  • Isfahan

    Im Zentrum der iranischen Kernforschung gibt es eine Anlage zur Produktion von Kernbrennstäben. Auch das in Zentrifugen zur Urananreicherung benötigte Hexafluoridgas wird südlich von Teheran hergestellt.

  • Arak

    Den USA ist seit 2002 die Existenz des unfertigen Schwerwasserreaktors im Westen des Landes bekannt. Hier fällt Plutonium an, das für die Bombenproduktion verwendet werden könnte.

  • Teheran

    Der kleine Leichtwasserreaktor in der Hauptstadt wurde noch zu Zeiten des 1979 gestürzten Schahs mit US-Hilfe gebaut. Er soll Material für medizinische Zwecke produzieren. Dazu benötigt er angereichertes Uran.

  • Karadsch

    Seit den 1990er Jahren arbeitet nahe der Hauptstadt ein Nuklearforschungszentrum, das vor allem medizinischen Zwecken dienen soll.

Der Westen verdächtigt die iranische Regierung, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie ein Programm zum Bau von Kernwaffen zu betreiben, und hat deshalb umfangreiche Sanktionen gegen das Land verhängt. Zuletzt war spekuliert worden, dass Israel bei einer weiteren Zuspitzung des Streits über das iranische Nuklearprogramm iranische Atomanlagen bombardieren könnte.

Der Brief aus dem Iran werde jetzt „gemeinsam mit unseren sechs Partnern sorgfältig geprüft“, hieß es in Brüssel. Ashton verhandelt im Namen der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA) und Deutschlands mit dem Iran. Die EU erklärt sich einerseits verhandlungsbereit, hat aber andererseits in den vergangenen Jahren mangels Verhandlungen eine Reihe von Sanktionen gegen Teheran verhängt.

Konflikt mit Iran Das iranische Atomprogramm

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  • 17.02.2012, 19:33 UhrEnergieelite

    Israel verfügt über 324 Maschinen vom Typ F-16
    Auf seine Streitkräfte jedenfalls kann sich Israel verlassen. Die israelische Luftwaffe ist erstklassig, die Moral der Piloten ist geprägt von der Geschichte Israels als dem stets gefährdeten Staat der Juden. In allen Kasernen der israelischen Luftwaffe hängt ein Poster mit dem Text "IAF Eagles over Auschwitz". Abgebildet sind drei israelische F-15 über dem albtraumhaft bekannten Tor zum Konzentrationslager. Das Poster erinnert an einen Überflug im Jahr 2003. Die israelischen Maschinen waren eigentlich nur für eine unspektakuläre Flugschau aus Anlass einer polnisch-israelischen Gedenkfeier eingeladen worden. Die Idee zum Überflug von Auschwitz stammte vom Staffelchef, dem damaligen Brigadegeneral Amir Eshel, einem Nachkommen von Opfern des Holocaust. Über Auschwitz formulierte Eshel für sich und seine Kameraden das feierliche Gelöbnis: "Wir Piloten der israelischen Luftwaffe am Himmel über dem Lager des Schreckens, auferstanden aus der Asche von Millionen Opfern und beladen mit ihren stillen Hilferufen, salutieren vor ihrem Mut und geloben, alle Juden und den Staat Israel zu schützen." Amir Eshel ist seit Februar 2012 Kommandeur der israelischen Luftwaffe.

    http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13873114/Kann-Israel-das-ueberhaupt.html

  • 15.02.2012, 20:43 UhrEnergieelite

    Irans Atomprogramm: “Israel wird tun, was es tun muss”

    15. Februar 2012 – כ״ב בשבט תשע״ב

    http://www.hagalil.com/archiv/2012/02/15/iran-93/

  • 15.02.2012, 19:11 UhrEnergieelite

    Wer was zu verbergen hat der tut es !
    Keiner hätte dem Iran auf die finger geschaut wenn es eindeutig ein Atomprogramm wär , welches ausschließlich für friedliche zwecke genutzt worden wäre .
    Nun hat der Iran die Tür zur Atombombe geöffnet , welche ziele die Perser damit verfolgen haben sie uns im Vorfeld durch Verbal Attacken gegen Israel immer wieder gezeigt , auch vor laufenden Kameras .

    Der Iran ist unbelehrbar und offensichtlich zu allen bereit , wir sollten unverzüglich alle Vorkehrungen treffen, die einen Angriff auf die bereits selektierten ziele unterstützen und weiteren Zeitverzug vermeiden .

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