Trotz Luftangriffen
Libysche Rebellen rücken Richtung Tripolis vor

Mit Luftschlägen gegen eine Raffinerie hat Libyens Diktator Gaddafi versucht, die Rebellen zu stoppen. Doch die Aufständischen können erneut vorrücken - und nehmen nun Kurs auf die Hauptstadt.
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Misrata/AdschdabijaNach einem wochenlangen Stillstand in den Kämpfen gegen libysche Regierungstruppen haben die Rebellen am Dienstag Geländegewinne im Osten und Westen des Landes erzielt. Im Westen konnten sie Soldaten von Machthaber Muammar Gaddafi zurückdrängen und weiter Richtung Tripolis vorrücken. Die Aufständischen erlitten aber einen Rückschlag, weil eine Raffinerie in der von ihnen kontrollierten Küstenstadt Misrata von Raketen getroffen und damit die Benzinversorgung unterbrochen wurde. Bei Kämpfen im Osten, wo die Rebellen die Ölstadt Brega zurückerobern wollen, kamen nach ihren Angaben bis zu 21 Menschen ums Leben.

Im Westen nahmen die Aufständischen die Stadt Kikla ein und rückten weiter in Richtung Slitan vor, wie Reuters-Fotografen berichteten. Kikla liegt etwa 150 Kilometer von der Hauptstadt Tripolis entfernt. Wochenlang gab es bei den Kämpfen kaum Bewegung, obwohl die Nato seit Monaten Ziele in Libyen bombardiert, um nach eigener Darstellung die Zivilbevölkerung zu schützen.

Die Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen griffen in der Nacht zum Dienstag auch auf Tunesien über. Zeugen zufolge feuerten Gaddafi-treue Soldaten mehrere Raketen auf tunesisches Gebiet ab. Polizeikreisen zufolge wurde die Grenze daraufhin von Tunesien mit einem Kampfflugzeug vom Typ F-5 und einem Hubschrauber überwacht. Zuletzt feuerten libysche Truppen im Mai Raketen auf tunesisches Gebiet ab. Bei dem Angriff am Dienstag wurde niemand verletzt.

Das libysche Außenministerium reagierte mit heftigem Protest auf den Besuch des deutschen Außenministers Guido Westerwelle in der Rebellenstadt Benghasi. Im amtlichen Rundfunk wurde eine Erklärung des Ministeriums verlesen, in der der Besuch als schwere Verletzung der Souveränität Libyens verurteilt wurde.

Westerwelles Besuch untergrabe zudem regionale Anstrengungen für eine Beilegung des Konflikts, etwa durch die Afrikanische Union.

Der deutsche Außenminister hatte bei seinem Besuch am Montag erklärt, den Übergangsrat der Rebellen nun als legitime Vertretung des Volkes anzuerkennen. Auch Kanada folgte diesem Schritt am Dienstag.

Südafrika kritisierte unterdessen die Nato. Präsident Jacob Zuma sagte, die Allianz nutze die UN-Resolution zum Schutz der Zivilbevölkerung, um einen Regierungswechsel zu erzwingen. „Wir sind überzeugt, dass die in guter Absicht entstandene Resolution dazu missbraucht wird, einen Regimewechsel herbeizuführen, politische Morde zu begehen und das Land ausländisch militärisch zu besetzen“, sagte Zuma. Südafrika spielt eine wichtige Rolle beim Versuch der Afrikanischen Union, eine Vermittlerrolle einzunehmen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • ist es nicht langsam an der zeit, dass man dieses wüstenschwein mit seiner verdorbenen sippe kalt stellt. wieviel unschuldige müssen noch sterben?
    kompromisse mit gadaffi gibt es nicht. er gehört vor gericht! so oder so!

    nur sollten die deutsch polititker und die andern natogrosskotze auch ihren worten taten folgen lassen.

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