Trotz Niederschlagung
Opposition in Guinea demonstriert wieder

Die Gegner der Militärjunta im westafrikanischen Guinea werden ihre Proteste fortsetzen – trotz der blutigen Niederschlagung einer Demonstration Oppositioneller.

HB NAIROBI/CONAKRY. „Wir haben für einen Wandel gekämpft, jetzt können wir uns nicht zurückziehen“, sagte Alpha Conde, einer der Oppositionsführer des Landes, dem britischen Rundfunksender BBC. Am Montag waren nach Angaben von Menschenrechtsgruppen mindestens 157 Menschen getötet worden, als Sicherheitskräfte auf die rund 50 000 Teilnehmer einer zuvor verbotenen Demonstration schossen. Die Behörden sprechen dagegen von 57 Toten und bestreiten sexuelle Übergriffe und Vergewaltigungen, über die Augenzeugen berichtet hatten.

Conde, der sich derzeit in den USA aufhält, kündigte eine Rückkehr nach Guinea an. „Wir wollen freie und demokratische Wahlen“, betonte er. Um dies zu ermöglichen, müsse die Militärregierung aber abtreten und eine nationale Regierung an ihre Stelle treten.

Das Militär hatte unter Führung des bis dahin weitgehend unbekannten Oberst Moussa Camara im Dezember 2008 nach dem Tod von Präsident Lansan Conte die Macht übernommen. Am 31. Januar kommenden Jahres sollen in Guinea Wahlen stattfinden. In den vergangenen Monaten gab es Hinweise, dass Camara das Präsidentenamt anstrebt.

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